Marc Aurel (121-180 n.Chr.) war römischer Kaiser und Philosoph. Er verfasste die sogenannten Selbstbetrachtungen[1], eine Art philosophischer Tagebücher, dank deren wir bei Marc Aurel mehr zur persönlichen Gedankenwelt erfahren als bei anderen römischen Kaisern. Als Vertreter der stoischen Philosophie machte er sich über verschiedene Lebensbereiche Gedanken, eben auch über den Tod. Seine Auffassungen sollen hier dargestellt und aus biblischer Sicht bewertet werden.
Den meisten Einfluss auf Marc Aurel und somit ebenso auf seine Selbstbetrachtungen hatte die stoische Philosophie, die heutzutage ein Comeback feiert.[2] Diese geistige Bewegung hatte ihren Ursprung in der Philosophenschule Zenons von Kition, die am Ende des 4. Jh. v.Chr. gegründet worden war. Durch verschiedene Persönlichkeiten geprägt, fand die Stoa in der Kaiserzeit weite Verbreitung in der römisch-griechischen Gesellschaft.[3]
(1) Marc Aurels stoisches Weltbild
Die Philosophie und das Weltbild des Kaisers sind bestimmt durch einen alles in sich vereinigenden Kosmos, in welchem sich zu jeder Zeit unzählige Vorgänge körperlicher und seelischer Natur abspielen.[4]. Dabei nimmt der Kosmos nicht nur eine örtliche, sondern ebenso eine zeitliche Dimension ein: Selbst die Gegenwart ist nur ein verschwindend geringer Bestandteil – nämlich einfach nur ein Punkt, der im Fluss der Zeit im nächsten Augenblick schon vorüber ist – im „Weltganzen“[5].[6] Im Großen und Ganzen passiert aber nichts, was vorher nicht schon dagewesen wäre.[7] Das Leben kann man mit einer Theaterbühne vergleichen, bei der dauernd das Gleiche gespielt wird, nur mit anderen Schauspielern. Dabei spielt es keine Rolle, welchen Rang man einnimmt: Auch Persönlichkeiten wie der Kaiser gehen genauso im Zeitlauf des Kosmos ein wie normale Menschen.[8] Das Ansehen oder der Ruhm einer Person spielen ebenso keine Rolle, da das Leben kurz ist und sich in einer unendlichen Vergangenheit und unendlichen Zukunft abspielt.[9] Dabei hängt alles miteinander zusammen[10] und befindet sich in einem ständigen Kreislauf, bei dem die Dinge wieder zu ihrem Ursprungsort zurückkehren und vollständig von einem Gott durchdrungen sind.[11] Darüber hinaus existieren eine gemeinsame Vernunft, eine Wahrheit und eine Vollkommenheit der lebendigen Individuen.[12] In dieser riesigen Einheit, aus der man nicht herausgerissen werden kann[13], nimmt jedes Individuum seinen Platz ein, sodass ein jeder ein Glied in diesem System darstellt.[14] Dabei ist alles, was einem Einzelnen durch das Schicksal auferlegt wird, dem Ganzen nützlich.[15] Die Götter schenken einem die Ereignisse des Lebens genauso wie den Geist, den Leib und die Seele.[16]
(2) Das Wesen des Todes
(2.1) Der Tod als natürlicher Prozess
Der Tod ist ein wesentliches Element in der Natur des Weltganzen. Er ist nicht nur nützlich, sondern auch notwendig, um den ewigen Kreislauf des Kosmos zu gewährleisten. So gehen Formen und Materie beim Tod wieder in den Kosmos über, um sich weiterhin ewig zu verwandeln und Neues entstehen zu lassen.[17] Dass man „zur Erde wird“, also stirbt, gehört unweigerlich zum Leben dazu.[18]
Diese Auflösung soll vielmehr zur Freude anregen, da sie von der Natur so gewollt ist. Sie stellt einen Prozess neben vielen dar, die natürlich sind. Beispielsweise sind es das Jungsein, das Heranwachsen, aber auch das Altern und eben auch das Sterben.[19] Jede Veränderung ist letztlich ein Sterben, sei es das Aufhören einer Tätigkeit oder eines Wunsches. Da diese Dinge letztlich nicht schlimm sind, ist es der eigentliche Tod auch nicht.[20] Beim Sterben löst sich die Seele vom Körper, anschließend verlöscht sie, zerstreut sich, wobei sich die Verbindung der Grundstoffe in seine Einzelteile auflöst oder sie existiert weiter.[21] Es kann also durchaus möglich sein, nach dem Tod in ein anderes, von Göttlichem durchdrungenes Leben hineinzugehen.[22]
(2.2) Der Tod als Grenze
Obwohl der Tod also auch die wesentliche Funktion hat, den ewigen Kreislauf des Kosmos und den wiederkehrenden Verlauf der Ewigkeit zu gewährleisten, stellt er jedoch vor allem eine sinnliche Grenze dar. Jeder Mensch hat nur ein zeitlich begrenztes Leben, welches er für bestimmte Dinge nutzen kann. Eine zweite Chance dafür gibt es nicht.[23] Beim Sterben werden die Grundbestandteile jedes Lebewesens getrennt, das heißt, die Zusammenfügung aller Bestandteile hört auf. Dies ist aber nicht schlimmer als der Prozess eines jeden sich wandelnden Grundbestandteiles.[24] Mit dem Tod hören die Anstrengungen (berühmter) Menschen auf, sodass alle ihre Spuren verlöschen.[25] Das Sterben sorgt dafür, dass man von Dingen und Menschen getrennt wird. Dies hat seine positive Seite, da man mit Menschen nicht einer Meinung sein kann und sich somit im Zusammenleben zermürbt. Der Tod sorgt dafür, dass dieser Missklang aufhört.[26] Allerdings erreicht auch alles das seiner Natur entsprechende Ziel.[27] Daher bildet der Tod gewissermaßen auch das Ziel, mit dem das Leben vorbei ist. Vor allem ist der Tod „die Beendigung der sinnlichen Eindrücke, der Bewegung durch die Triebe, der geistigen Wanderschaft und des Dienstes am Fleisch“[28]. Der Tod kann auch dazu dienen, sich irrende Menschen zu lieben, unter anderem deswegen, weil sowohl sie als man auch selber bald tot sein werden.[29] Hier wird also betont, dass das Irren von Menschen zeitlich begrenzt und somit ertragbar ist.
(2.3) Der Tod als „Gleichmacher“
Generell teilen alle Menschen, dass sie leben und sterben.[30] Dabei macht es keinen Unterschied, wie lange man lebt, da man die Vergangenheit und die Zukunft nicht besitzt. Man kann immer nur die punktuelle Gegenwart verlieren und dies ist bei allen Menschen die Gleiche.[31] Ärzte, Sterndeuter, Philosophen oder Helden, die eine gewisse Überlegenheit in ihrem Leben über den Tod hatten, sind im Angesicht des Todes normalen Menschen gleichgestellt. Derjenige, der einen anderen beerdigt, wird selber bald beerdigt werden.[32] Dabei bringt Ruhm nichts, da dieser lediglich von Menschen weitergetragen wird, die sterben müssen und irgendwann auch selber erlöschen werden.[33] Selbst Kaiserhöfe und ganze Familien sind vor dem Aussterben nicht bewahrt.[34] Dabei hinterlassen selbst die Großen keine Spuren, die erwähnenswert wären.[35] Jeder stellt einen Teil im großen Ganzen dar, wobei alle auf ein gemeinsames Ziel hinwirken.[36] Dabei gehen alle gleichermaßen durch das Weltganze wie durch einen Strom hindurch und verschwinden nach kurzer Zeit schnell in der Ewigkeit.[37]
(3) Der Sinn des Lebens
Dabei ist es wichtig, in dem einem Leben, welches man besitzt, naturgemäß zu leben, also so, wie es die eigene Natur vorgibt.[38] Sinnhaftigkeit liegt „nicht im logischen Denken, nicht im Reichtum, nicht im Ansehen, nicht im Genuß [sic!], nirgendwo“[39]. Es geht auch nicht darum, anderen zu gefallen oder Ruhm anzusammeln – von diesem bleibt schließlich nichts übrig[40] -, sondern so zu leben, wie es die Natur von einem möchte.[41] Deshalb soll man sich über die Dinge freuen, die der eigenen Natur von der gesamten Natur auch zur Förderung der Gemeinschaft zugewiesen werden.[42] Es wirken nämlich alle Individuen auf ein gemeinsames Ziel hin[43], wobei Solidarität, Nützlichkeit füreinander und Gute Werke die Grundlage für ein sinnhaltiges Leben bilden.[44] Die Gerechtigkeit, Wahrheit und die Akzeptanz aller Dinge sollen das von der Vernunft gelenkte Denken und Handeln bestimmen, wobei kein Platz für Ablenkungen von diesen Idealen oder für Ängste da sein soll.[45] Die Seele soll eins mit sich selber werden und nicht bedürfnisorientiert sein.[46] Das beste Ziel eines guten Menschen ist demnach, ohne Lügen, Vorwände, überbordenden Luxus und Arroganz zu leben bzw. dann auch zu sterben. Der zweitbeste Weg ist – wenn man dies nicht ganz erreicht -, angewidert von diesen Dingen zu sterben.[47]
(4) Mord und Selbstmord
Die individuelle Natur und die gesamtheitliche Natur geben den richtigen Zeitpunkt des Todes vor. Dieser ist nicht schlimm, wenn er zur entsprechenden Zeit eintritt.[48] Der Tod ist vielmehr nützlich und schön, wenn er „ungewollt und nicht zum Schaden der Gemeinschaft ist“[49]. Allerdings sollte man sich entschließen, nicht mehr weiterzuleben, wenn man nicht gut und einfach ist, da dies dem Willen des Geistes widerspricht.[50] Bei Verlust von verschiedenen Fähigkeiten oder erstrebenswerten Eigenschaften wie Zurückhaltung oder Wahrheitsliebe ist es durchaus legitim, sich zurückzuziehen und in Ruhe zu sterben.[51] Wenn man etwas tun möchte, ohne dessen Ausführung das Leben keinen Sinn ergibt und man von äußerlichen Umständen daran gehindert wird, ist es auch legitim, zu sterben.[52] Es gibt auch keinen Grund, weiterhin zu leben, wenn das Bewusstsein schwindet, dass man etwas falsch macht.[53] Es ist außerdem besser, in Einklang mit der Natur zu leben und dafür getötet zu werden, als sich den Menschen anzupassen, die nicht in Übereinstimmung mit der Natur leben.[54]
(5) Der gute Tod
Der Tod ist an sich gut, da er der Natur des Weltganzen entspricht und mit ihm ein Ziel erreicht wird, vor allen Dingen, wenn er zur richtigen Zeit kommt.[55] Es ist wichtig, die richtige Einstellung zum Sterben zu haben. So bringt ein ruhmreicher Tod nichts ein[56], vielmehr soll ihm in gelassener, sogar freudiger Erwartung entgegengesehen werden, da er ein natürlicher Vorgang und für einen vorgesehen ist.[57] Man soll ein gutes, sinnvolles Leben führen, um in der letzten Stunde vor dem Sterben ein gutes Gewissen zu haben.[58] Als Mahnung für die letzte Stunde, die man zu leben hat, soll man Fehler im Leben möglichst vermeiden, wozu andere Menschen als Vorbild dienen können.[59] Da der Tod gut ist, ist es nicht gerechtfertigt, den Mut oder die Kraft im Angesicht des Todes zu verlieren geschweige denn Angst vor ihm zu haben, da nach dem Sterben lediglich Empfindungslosigkeit herrscht.[60] Man soll dem Tod gegenüber gleichgültig eingestellt sein, da er der allgemeinen Natur ebenso gleichgültig ist und es sonst gottloses Handeln darstellt.[61] Wenn man sich außerdem vor Augen hält, dass Mitmenschen aus manchen Gründen erleichtert sind, wenn man stirbt, fällt einem der eigene Tod leichter.[62]
(6) Fazit: eine biblische Sicht
Aus christlicher Sicht muss die Kritik an Marc Aurel schon beim zugrundeliegenden Weltbild anfangen: Nicht der Kosmos an sich, sondern Gott als transzendente Person ist der maßgebliche und handelnde Akteur in der Geschichte (Jesaja 46:9f). Es gelangt auch nicht alles wieder an seinen Ursprung und durchmischt sich neu, vielmehr läuft die Zeit auf die Rettungs- und Gerichtstaten Gottes zu (Jesaja 2:2-4; Jesaja 65:17). Dass es eine dauernde Wiederkehr von gleichen Tätigkeiten durch immer andere Personen gibt, bestätigt aber auch der Prediger des Alten Testamentes (Prediger 1:9-11).
Der Tod gehört zwar zum natürlichen Prozess dazu, im Gegensatz zu Marc Aurels Ansicht ist er aber ein Übel, sogar ein Feind des Menschen (1. Korinther 15:26). Er ist auch nicht neutral, sondern markiert eine Grenze, hinter der es je nach Gottes Urteil gut oder schlecht weitergeht (Daniel 12:2). Übereinstimmend mit Marc Aurel kann man sagen, dass der Tod keinen Unterschied zwischen armen und reichen Menschen macht: er trifft jeden früher oder später, auf die eine oder andere Art (Psalm 89:49). Dass die Trennung von Menschen durch den Tod seine erfreulichen Seiten hat, bestätigt die Bibel nicht, im Gegenteil: Der Tod reißt Familien auseinander und bringt Trauer mit sich (1. Mose 37,34f).
Wenn man den Begriff der Natur umwandeln würde in den des personalen Schöpfergottes, könnte man aus christlicher Perspektive mit Marc Aurel darin übereinstimmen, dass der Sinn des Lebens darin liegt, so zu leben, wie es die „Natur“ möchte (Micha 6,8). Allerdings ist das zu wenig: der christliche Sinn des Lebens liegt darin, in einer Beziehung zum lebendigen Gott zu stehen (Psalm 63:2; Johannes 17:3). Der stoische Kaiser hat aber einen Punkt, wenn er sagt, dass es im Leben nicht um überbordenden Luxus und Erfüllung von egoistischen Wünschen geht (Lukas 12:15).
Unser Leben liegt in Gottes Hand, somit auch unser Tod. Also steht es letztlich in Gottes Souveränität zu entscheiden oder wenigstens zuzulassen, dass wir sterben (1. Samuel 2:6; Hiob 12:10). Dass es nicht schlimm sei zu sterben, wie Marc Aurel es sagen würde, lässt sich von christlicher Seite sowohl verneinen als auch quasi bejahen. Auf der einen Seite ist der Tod als Feind des Menschen nichts Gutes, auf der anderen Seite darf sich der Gläubige auf den Teil nach dem Tod freuen – aber nicht auf den Tod an sich (Matthäus 5:12).
In Bezug auf die Thematik des Selbstmordes muss man Marc Aurel vehement widersprechen, wenn er manche Gründe sehr leicht anführt, die für einen Suizid sprechen (Johannes 10:10).
In der Geschichte Gottes mit den Menschen wird deutlich, dass der Tod nichts Gutes ist. Es ist gerade das Eingreifen Gottes durch seinen Sohn Jesus Christus, dass den Tod überwunden hat. Weil Christus sein Leben gab und Gott ihn auferweckt hat, konnte der Apostel Paulus triumphierend ausrufen:
„Wenn das geschieht, wenn das Vergängliche Unvergänglichkeit und das Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann werden sich die Schriftworte der Propheten erfüllen: ‚Der Tod ist verschlungen vom Sieg.‘ ‚Tod, wo ist denn dein Sieg? Tod, wo bleibt dein Stachel?‘ Der Giftstachel des Todes ist die Sünde, und die erhält ihre Kraft durch das Gesetz. Doch Gott sei Dank! Durch Jesus Christus, durch unseren Herrn, gibt er uns den Sieg!“ 1. Korinther 15:54-57
Das wird für jeden Wirklichkeit, der diesem Gott vertraut.
[1] Vgl. Marc Aurel: Selbstbetrachtungen, übersetzt von Rainer Nickel, 2. Auflage, Mannheim 2010. In griechischer Sprache und in verschiedenen Lebensabschnitten verfasst, weisen sie stilistisch die Form unterschiedlicher Selbstdialoge auf, indem Marc Aurel sich selber anspricht. Inhaltlich sind sie praktizierte stoische Philosophie. Vgl. Demandt, Alexander: Marc Aurel. Der Kaiser und seine Welt, München 2018, S. 45f und vgl. Brunt, Peter A.: Marcus Aurelius in His Meditations, in: The Journal of Roman Studies 64 (1974), S. 1. Vgl. auch Van Ackeren, Marcel: Die Selbstbetrachtungen Marc Aurels. Ein stoischer Selbstdialog, in: Erler, Michael; Heßler, Jan Erik (Hg.): Argument und literarische Form in antiker Philosophie. Akten des 3. Kongresses der Gesellschaft für antike Philosophie 2010 (Beiträge zur Altertumskunde, Bd. 320), Berlin und Boston 2013, S. 379-380.
[2] Vgl. Van Ackeren, Marcel: Die Philosophie Marc Aurels (Quellen und Studien zur Philosophie, Bd. 103/1), Berlin und Boston 2011, S. 25f.
[3] Vgl. Inwood, Brad: Der Neue Pauly (DNP): s.v. Stoizismus; I. Geschichte. Zuletzt aufgerufen am 18.08.2020 unter: https://referenceworks.brillonline.com/entries/der-neue-pauly/stoizismus-e1123400#
[4] Vgl. Aurel 6, 25.
[5] Z.B. ebd. 7, 19.
[6] Vgl. ebd. 4, 43; 6, 36.
[7] Vgl. ebd. 7, 49.
[8] Vgl. ebd. 10, 21; 10, 37; 11, 1.
[9] Vgl. ebd. 4, 50; 12, 7.
[10] Vgl. ebd. 6, 38.
[11] Vgl. ebd. 6, 15; 6, 17; 7, 9; 7, 50. Die Natur und die Götter sind nicht voneinander zu trennen, da eine Handlung gegen die Natur auch Auflehnung gegen die Götter bedeutet. Vgl. ebd. 9, 1.
[12] Vgl. ebd. 7, 9.
[13] Vgl. ebd. 8, 34.
[14] Vgl. ebd. 7, 13.
[15] Vgl. ebd. 4, 25; 6, 45; 6, 58; 7, 23: Die Natur des Weltganzen formt das Sein. Vgl. ebd. 10, 5: Alles, was geschieht, ist von Ewigkeiten her so vom Schicksal geplant. Dabei gibt es eine Verbindung zwischen Individuum und den es umgebenden Ursachen.
[16] Vgl. ebd. 10, 1; 12, 26.
[17] Vgl. ebd. 5, 13; 10, 14; 12, 21. Um in einem ewigen Kreislauf Platz in der Erde und in der Luft zu haben, müssen sich Körper und Seele zwangsläufig irgendwann auflösen. Vgl. ebd. 4, 21.
[18] Vgl. ebd. 6, 10. „Du kamst auf die Welt als ein Teil. Du wirst wieder in dem verschwinden, dem du dein Dasein verdankst, oder besser: du wirst verwandelt in seine zeugende Vernunft aufgenommen werden.“ Ebd. 4, 14. Marc Aurel zitiert an anderer Stelle Heraklit mit einem Beispiel, welches den Stellenwert des Todes in seiner Philosophie gut darstellt: „Es ist der Tod der Erde, Wasser zu werden, und der Tod des Wassers, Luft zu werden, und der Tod der Luft, Feuer zu werden und umgekehrt.“ Ebd. 4, 46. Durch den Tod gehen also die verschiedenen Dinge ineinander über.
[19] Vgl. ebd. 9, 3.
[20] Vgl. ebd. 9, 21.
[21] Vgl. ebd. 4, 5; 8, 18; 11, 3.
[22] Vgl. ebd. 3, 3.
[23] Vgl. ebd. 2, 4; 2, 6; 4, 37.
[24] Vgl. ebd. 2, 41. Vielmehr soll man generell immer zu den Einzelheiten bzw. Grundbestandteilen vordringen, um durch die Zerlegung der Gesamtheit die Gesamtheit als solches geringzuschätzen. Vgl. ebd. 11, 2; 12, 18.
[25] Vgl. ebd. 4, 32; 8, 31. Davon sind auch Kaiserhöfe und deren aussterbende Familien nicht verschont. Alle Anstrengungen, eigene Nachfolger zu hinterlassen, werden durch den Tod zunichte gemacht.
[26] Vgl. ebd. 9, 3.
[27] Vgl. ebd. 6, 9.
[28] Ebd. 6, 28. Entweder hören die Empfindungen auf oder man wird ein andersartiges Lebewesen, wenn man weiterhin empfindet. Vgl. ebd. 8, 58.
[29] Vgl. ebd. 7, 22.
[30] Vgl. ebd. 2, 11.
[31] Vgl. ebd. 2, 14; 12, 26. Junge und alte werden in den gleichen Zustand versetzt. Vgl. ebd. 9, 33.
[32] Vgl. ebd. 4, 48.
[33] Vgl. ebd. 4, 19; 7, 6.
[34] Vgl. ebd. 8, 31.
[35] Vgl. ebd. 4, 32.
[36] Vgl. ebd. 6, 40; 6, 42.
[37] Vgl. ebd. 7, 19; 12, 32.
[38] Vgl. ebd. 2, 4: Eine zweite Chance bzw. ein zweites Leben hat man nicht; 6, 58;
[39] Ebd. 8, 1.
[40] Vgl. ebd. 4, 19; 7, 6.
[41] Vgl. ebd. 8, 1. Darin liegt das „wahrhaft gute Leben“.
[42] Vgl. ebd. 4, 25; 8, 7. Generell unterscheidet Marc Aurel zwischen der Natur des Weltganzen und der individuellen Natur. Vgl. 7, 55.
[43] Vgl. ebd. 6, 40; 6, 42. Jeder stellt ein Glied im System dar. Vgl. 7, 13.
[44] Vgl. ebd. 8, 23; 9, 1; 9, 42; 12, 20.
[45] Vgl. ebd. 4, 33; 4, 37; 6, 51.
[46] Vgl. ebd. 10, 1.
[47] Vgl. ebd. 9, 2.
[48] Vgl. ebd. 12, 23.
[49] Ebd. 12, 23.
[50] Vgl. ebd. 10, 32.
[51] Vgl. ebd. 3, 1; 5, 29; 7, 24; 10, 8. Ob bei Letzterem ausdrücklich Selbstmord gemeint ist, wird nicht klar. Es liegt aber nahe.
[52] Vgl. ebd. 8, 47. Hier wird auch nicht ganz klar, ob Selbstmord gemeint ist.
[53] Vgl. ebd. 7, 24;
[54] Vgl. ebd. 10, 15.
[55] Vgl. (5.1.2.1) und (5.1.4).
[56] Vgl. Aurel 7, 66.
[57] Vgl. ebd. 2, 17; 3, 16. Die Vorstellung, dass der Tod etwas Schlechtes ist, entspringt lediglich dem inneren Menschen. Vgl. ebd. 9, 42.
[58] Vgl. ebd. 6, 30.
[59] Vgl. ebd. 7, 29.
[60] Vgl. ebd. 7, 70; 8, 58.
[61] Vgl. ebd. 9, 1.
[62] Vgl. ebd. 10, 36.
















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