Gott hält seine Verheißungen
Ruhe und Geduld des Herzens findet man nicht darin, herauszufinden, was gerade vor sich geht, oder sich im Kopf auszumalen, wie in aller Welt Gott tun wird, was er uns verheißen hat. Ruhe und Geduld des Herzens finden sich im Vertrauen auf den, der alles durchschaut und genau weiß, wie er vollbringen wird, was er verheißen hat. Wir sind begrenzte Menschen. Wir alle tragen geistliche, mentale, emotionale und körperliche Grenzen mit uns, wohin wir auch gehen. Wir sind alle begrenzt an Gerechtigkeit, Weisheit und Kraft. Wenn wir nicht in der Gegenwart und Kraft des Herrn ruhen, werden wir Situationen aus der Perspektive unserer vielen Grenzen beurteilen. Das bedeutet, dass das, was uns völlig unmöglich erscheint, bei unserem Herrn durchaus möglich ist. Seine Kraft, sein Verständnis, sein Mitgefühl und seine Gnade sind unendlich.
Manchmal geben wir wohlmeinende Versprechen, von denen wir später erkennen, dass wir nicht in der Lage sind, sie zu halten. Wir wissen, dass Dinge erledigt werden müssen, aber uns fehlt die Kraft oder die Weisheit, sie zu tun. Es gibt nichts, was Gott zu tun verheißen hat oder was wir von ihm brauchen, das er nicht zu tun vermag. Nichts. Jeden Segen, den wir haben, besitzen wir, weil er die Macht hat, die Kräfte der Natur, die Ereignisse der Geschichte und den Verlauf von Situationen zu lenken. Er hat nicht nur alles erschaffen, sondern alles, was er geschaffen hat, tut seinen Willen. Er ist herrlich, allmächtig an Kraft und Weisheit. Er kann und wird tun, was er verheißen hat.
So war Gott also weder durch Abrahams noch durch Saras Alter in irgendeiner Weise begrenzt, genauso wenig wie irgendeine andere menschliche Begrenzung seine Fähigkeit hemmen würde, zu tun, was er verheißen hat zu tun. 1. Mose 21:1–7 berichtet von der Geburt des verheißenen Sohnes Isaak. Es wird auch festgehalten, dass Abraham hundert Jahre alt war. Ja, genau: hundert Jahre alt – und Sara war in ihren Neunzigern. Der Gott, der Herr des Himmels und der Erde ist, ist auch Herr über den Leib einer alten Frau, und er kann durch ihn tun, was er verheißen hat zu tun. Er ist der Herr. Er ist nicht durch unsere Schwachheiten begrenzt.
Wenn ich die Geschichte von Abrahams und Saras langem Warten auf einen verheißenen Sohn lese, denke ich an einen anderen Sohn, der verheißen wurde. Die Hoffnung der Welt ruhte auf den Schultern dieses verheißenen Sohnes, doch während Jahrhundert auf Jahrhundert folgte, schien es, als würde dieser Sohn niemals kommen. Doch eines Nachts in einem Stall in Bethlehem kam zu einem einfachen Zimmermann und seiner Frau der verheißene Messias. Nichts in all den vergangenen Jahrhunderten konnte die Verheißung Gottes aufhalten. Jesus, Sohn des Menschen, Sohn Gottes, das Lamm, der Retter, wurde genau zur rechten Zeit geboren, um Rechtfertigung, Versöhnung, Vergebung und neues Leben für alle zu bringen, die glauben. Gottes Verheißungen sind weder durch menschliche Schwachheit noch durch den Lauf der Zeit begrenzt. Gib der Furcht keinen Raum; Gott wird tun, was er verheißen hat zu tun.
Dieser Artikel ist eine Bearbeitung aus Everyday Gospel Christmas Devotional von Paul David Tripp.
Dieser Beitrag erschien zuerst bei Crossway. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung.
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