Die Kreuzigung Jesu ist eines der bestbezeugten, historischen Ereignisse in der Antike. Von kaum einem historischen Ereignis haben wir so viele antike Quellen. Ein kurzer Vergleich macht dies deutlich. So haben wir beispielsweise über Cäsars gallischen Feldzug fünf historische Quellen in den ersten 150 Jahren nach diesem Ereignis und über den römischen Kaiser Tiberius insgesamt zehn.[1] Im Vergleich zu diesen haben wir innerhalb derselben Zeitspanne über 40 historische Quellen, die Jesus erwähnen, nicht nur christliche Quellen (also NT und Kirchenväter), sondern auch ca. 10 nichtchristliche Quellen. Jesus hat es gegeben. Dies ist so gut belegt, dass heutzutage kein ernstzunehmender Historiker mehr daran zweifelt. Personen, die die Existenz Jesu leugnen, werden in der Forschung nicht ernst genommen und auf dieselbe Stufe gestellt mit Personen, die den Holocaust leugnen.[2]
Der sehr einflussreiche Neutestamentler F.F. Bruce schreibt:
„Wer von einem Christusmythos spricht, ist kein Historiker.“[3]
Die meisten dieser über 40 historischen Quellen berichten nicht nur, dass Jesus gelebt hat, sondern auch über seinen Tod am Kreuz, sodass dieser Tatsache so gut wie alle Forscher zustimmen.[4]
Der Theologieprofessor Roland Werner kommentiert dieses Ereignis so:
„Fest steht: Jesus wurde am Kreuz hingerichtet. Wenn je ein Ereignis der Antike historisch gesichert ist, dann ist es dieses.“[5]
Nun wollen wir uns die verschiedenen Quellen genauer ansehen, die die Kreuzigung bezeugen.
Christliche Berichte
Sowohl das NT als auch die frühen Kirchenväter bestätigen uns in einer großen Fülle, dass Jesus am Kreuz unter Pontius Pilatus gestorben ist.
Berichte im NT:
- „Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, (…)“ (Matthäus 27:35).
- „Und sie führen ihn hinaus, um ihn zu kreuzigen“ (Markus 15:20).
- „Und als sie an den Ort kamen, der Schädelstätte genannt wird, kreuzigten sie dort ihn (…)“ (Lukas 23:33).
- „Und er selbst trug sein Kreuz und ging hinaus nach der Stätte, genannt Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgatha heißt, wo sie ihn kreuzigten (…)“ (Johannes 19:17).
- „Das ganze Haus Israel soll nun zuverlässig erkennen, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt“ (Apostelgeschichte 2:36).
- „(…) damit nicht das Kreuz Christi zunichte gemacht wird“ (1. Korinther 1:17).
- „(…) dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften“ (1. Korinther 15:3).
- „(…) da sie für sich den Sohn Gottes wieder kreuzigen und dem Spott aussetzen“ (Hebräer 6:6).
- „Denn es hat auch Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten (…)“ (1. Petrus 3:18).
Während die vier Evangelien am ausführlichsten über Jesu Tod berichten,[6] ist die früheste Quelle das christliche Glaubensbekenntnis in 1. Korinther 15, das nur wenige Jahre nach der Kreuzigung entstanden ist.[7] Dazu kommen noch weitere Briefe aus dem NT, wie der Hebräer und 1. Petrusbrief.
Berichte der Kirchenväter:
Auch wenn die Berichte der Kirchenväter später verfasst wurden als das NT, sind sie teilweise noch so früh geschrieben, dass sie für den Historiker interessant sind, allerdings keinen entscheidenden Ausschlag geben.
- Clemens von Rom (95 n.Chr.) berichtet von Jesu Tod als er Jesaja 53 zitiert und diese Stelle auf Jesus bezieht (Erster Brief an die Korinther 16).
- Ignatius von Antiochien (110 n.Chr.): „(…) wahrhaft unter Pontius Pilatus und dem Vierfürsten Herodes für uns im Fleische ans Kreuz genagelt (…)“ (An die Smyrnäer 1,2).
- Polycarp von Smyrna (110 n.Chr.): „Unablässig wollen wir festhalten an unserer Hoffnung und an dem Unterpfand unserer Gerechtigkeit, nämlich an Jesus Christus, der unsere Sünden an seinem eigenen Leibe ans Kreuz getragen (…)“ (An die Philipper 2,2).
- Barnabasbrief (entstanden zwischen 70 und 130 n.Chr.): „Es war nämlich nötig, dass er am (Kreuzes-) Holze leide (…)“ (5,13).
- Justin der Märtyrer (150 n.Chr.): „Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Dass das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen“(1. Apologien Kap. 35).
Justin verweist sogar auf römische Quellen, die den Kreuzestod von Jesus bezeugen. Allerdings sind diese uns nicht mehr erhalten. Auch wenn es gut sein könnte, dass es diese Akten unter Pilatus gab, lässt sich dies nicht mit eindeutiger Sicherheit feststellen.[8]
Wir sehen eine ganze Menge christlicher Quellen, die Jesu Tod am Kreuz erwähnen und man könnte diesen noch mehr hinzufügen. Aber wir haben nicht nur Berichte von Christen, sondern auch Römern, Juden und einem Griechen, die wir nun betrachten werden.
Nichtchristliche Berichte
Es gibt mindestens fünf nichtchristliche Quellen, die bestätigen, dass Jesus am Kreuz gestorben ist.
Flavius Josephus:
Flavius Josephus (ca. 37 – 100 n.Chr.) war ein römisch-jüdischer Geschichtsschreiber. Im Jahr 93 n.Chr. erschienen sein Werk „Jüdische Altertümer“, wo er schreibt (18,63-64):
„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann, [wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf]. Er vollbrachte nämlich ganz unglaubliche Taten und war der Lehrer aller Menschen, die mit Lust die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. [Dieser war der Christus]. Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. [Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorhergesagt hatten.] Und bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.“[9]
Diese Stelle bei Josephus, auch als Testimonium Flavianum bekannt, ist in der Forschung sehr umstritten. Warum? Weil Josephus kein Christ war, aber an drei Stellen (die in Klammern) Formulierungen vorkommen, die man eher von einem Christen als von einem Juden erwarten würde. Ein Jude hätte wahrscheinlich nicht gesagt, dass (a) Jesus mehr als nur ein normaler Mensch ist, (b) dass er der Messias ist und (c) dass er von den Toten auferstanden ist. Der Kirchenvater Origenes sagt nämlich, um ca. 200 n.Chr., dass Josephus Jesus als den Messias ablehnte.[10] Von daher glauben die meisten Forscher, dass diese Aussagen nicht genau so von Josephus kommen, sondern von Christen im Nachhinein verändert wurden.
In neuerer Zeit hat der Historiker und Theologe Tom Schmidt in seinem Buch „Josephus and Jesus: New Evidence for the One Called Christ“ gezeigt, dass es gute Gründe gibt, den gesamten Abschnitt als authentisch von Josephus anzuerkennen.
Ob der gesamte Abschnitt von Josephus kommt oder nicht, ist erstmal nicht entscheidend. Es gibt gute Gründe dafür, dass zumindest der Teil, der nicht in Klammern steht, authentisch von Josephus ist und er somit die Kreuzigung Jesu bezeugt:
- Erstens ist dieser Text in allen erhaltenen Abschriften der „Altertümer“ vorhanden.[11] Nicht nur die späten griechischen Manuskripte (frühestes aus dem 11. Jhd.), sondern auch frühere lateinische Manuskripte aus dem 6. Jhd. enthalten diesen Text. Der Kirchenvater Eusebius aus dem vierten Jahrhundert zitiert diesen sogar.[12]
- Zweitens passt dieser Teil inhaltlich und stilistisch zu dem, was wir sonst von Josephus kennen. Forscher haben darauf hingewiesen, dass das Vokabular und die Grammatik charakteristisch für Josephus sind, nicht aber für das NT.[13]
- Drittens kommen Aussagen vor, die für Christen völlig untypisch sind. Die Formulierungen, dass Jesus „ein weiser Mann“ war oder „Volk der Christen“ sind untypisch für Christen. Auch die Aussage, dass Jesus „viele Juden und auch viele Heiden“ um sich zog, ist keine christliche Interpolation. Christen hätten gewusst, dass die Evangelien beschreiben, dass Jesus hauptsächlich unter Juden gewirkt hat. Von daher scheinen diese Aussagen authentisch von Josephus zu sein.[14]
- Viertens passt diese Stelle in den Kontext, in dem sie steht. Der darauffolgende Paragraf (65) beginnt mit: „Gleichfalls um diese Zeit traf auch noch ein anderes Unglück die Juden …“. Die Aussage bezieht sich auf den Anfang des Zitats über Jesus „Um diese Zeit lebte Jesus …“. Wenn also Christen das gesamte Zitat ergänzt hätten, hätten sie auch Abschnitte verändern müssen, die gar nicht zum Jesuszitat dazugehörten. Dies ist zwar theoretisch möglich, allerdings eher unwahrscheinlich.
- Fünftens stellt Josephus etwas später in seinem Werk (20,200) Jakobus als den „Bruder des Jesus, der Christus genannt wurde“ vor. Die Aussage ergibt wenig Sinn, wenn Josephus seinen Lesern diesen Jesus noch nicht vorgestellt hat, da sie dann mit dieser Information nicht viel hätten anfangen können. Von daher deutet diese Aussage darauf hin, dass Josephus schon mal über Jesus geschrieben hat und er seinen Lesern bekannt war. Da Jesus an keiner anderen Stelle bei Josephus erwähnt wird, bezieht er sich wahrscheinlich auf diese Aussage.
Auch wenn diese Stelle umstritten ist, glauben die meisten Forscher, dass Josephus über Jesus und seine Kreuzigung geschrieben hat.
Der Bibelwissenschaftler Edwin M. Yamauchi sagt:
„Doch heute herrscht bemerkenswerte Übereinstimmung unter jüdischen und christlichen Wissenschaftlern darüber, dass der Textabschnitt im Ganzen authentisch ist, wenn es auch einige Einfügungen gegeben haben könnte.“[15]
Der Apologetikprofessor Stevan Gustavsson schreibt:
„Auch wenn es Einfügungen im Text gibt, gibt es gute Gründe anzunehmen, dass Josephus über Jesus schrieb.“[16]
Der Neutestamentler Michael R. Licona bestätigt dies ebenfalls:
„By far, the majority of scholars grant that Josephus mentions Jesus in the Testimonium.“[17]
(Ü: „Bei weitem die meisten Gelehrten glauben, dass Josephus Jesus in diesem Testimonium erwähnte.“)
Wie das Zeugnis des Josephus jetzt genau gelautet hat, ist nicht ganz klar. Ob die Stellen in Klammern komplett gefehlt haben oder doch authentisch sind, ist erstmal nicht wichtig. Entscheidend ist, dass Josephus Jesus und seine Kreuzigung unter Pontius Pilatus erwähnt hat. Somit ist er ein wichtiger Zeuge für die Kreuzigung Jesu.
Tacitus:
Tacitus (ca. 55 – ca. 120 n.Chr.) war ein römischer Historiker. Die Annalen wurden zwischen 110 und 120 n.Chr. geschrieben. In seinem Werk, Annalen, 15,44 schreibt er über die Christenverfolgung unter Nero und erklärt seinen Zuhörern, woher der Name „Christen“ kommt:
„Dieser Name leitet sich von Christus ab, der unter der Regierung des Tiberius durch den Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden ist.“[18]
Während das Zitat des Josephus in der Forschung heftig umstritten ist, kann man dies nicht von dem des Tacitus und denen, die wir gleich noch sehen werden, behaupten. Es gibt keinen Hinweis auf eine Interpolation. Die negative Haltung gegenüber Christen, sowie andere Gründe zeigen, dass dies hier nicht der Fall und eine „kaum vertretene Ansicht“ in der Forschung ist, wie es der Neutestamentler Peter J. Williams schreibt.[19]
Tacitus bestätigt also das, was wir bereits bei Josephus gesehen haben, dass Jesus unter Pontius Pilatus hingerichtet wurde in der Zeit des Kaisers Tiberius (14-37 n.Chr.).[20]
Lukian von Samosata:
Lukian von Samosata (2. Jhd. n.Chr.) war ein griechisch-sprachiger Satiriker aus Syrien. Circa im Jahr 170 n.Chr. berichtete er über das Ende des Peregrinus, der sich für einige Zeit der christlichen Bewegung angeschlossen haben soll (De morte Peregrini, 11):
„Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte … Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden: Daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den großen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, und ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen, und nach seinen Gesetzen zu leben.“[21]
Die negative Haltung gegenüber Christen zeigt, dass es bei Lukian ebenfalls keine Interpolationen gegeben hat. Es gibt auch keinen Grund sowas anzunehmen. Er ist ein weiterer Zeuge für Jesus und die Kreuzigung.
Mara Bar Serapion:
Mara Bar Serapion war Römer und schrieb kurz nach 73 n.Chr. als Gefangener einen Brief aus dem Gefängnis an seinen Sohn. Dieses Manuskript ist aufbewahrt im Britischen Museum.
„(…) was hatten die Athener für einen Nutzen davon, dass sie Sokrates töteten, was ihnen mit Hungersnot und Pest vergolten wurde? Oder die Samier von der Verbrennung des Pythagoras, da ihr ganzes Land in einem Augenblick vom Sand verschüttet wurde? Oder die Juden von der Hinrichtung ihres weisen Königs, da ihnen von jener Zeit an das Reich weggenommen war? Denn gerechtermaßen nahm Gott Rache für jene drei Weisen: die Athener starben Hungers; die Samier wurden vom Meere bedeckt, die Juden umgebracht und aus ihrem Reiche vertrieben, leben allenthalben in der Zerstreuung.“[22]
Auch hier liegt mit Sicherheit keine christliche Interpolation vor, da Christen Jesus niemals auf dieselbe Stufe mit Sokrates und Pythagoras gestellt oder ihn als „weisen König“ bezeichnet hätten.[23]
Die Bezeichnung „König der Juden“ ist uns aus den Evangelien bekannt. Sie stand auf dem Kreuz, an das Jesus geschlagen wurde.[24] Ungefähr 40 Jahre nachdem Jesus starb, wurde der Tempel in Israel zerstört. In Folge von diesem Ereignis im Jahr 70 n.Chr. wurden Juden über die ganze Erde zerstreut.[25] Darauf bezieht sich die Aussage: „da ihnen von jener Zeit an das Reich weggenommen war“.
Auch Mara Bar Serapion bezeugt die Hinrichtung Jesu.
Der Talmud:
Der Babylonische Talmud ist eine Auslegung der Gesetze des Alten Testaments, die erst mündlich weitergegeben und ab dem 3. Jahrhundert verschriftlicht wurden. Im Traktat Sanhedrin 43a heißt es:
„Am Vorabend des Passahfestes henkte man Jesus. Vierzig Tage vorher hatte der Herold ausgerufen: Er wird zur Steinigung hinausgeführt, weil er Zauberei betrieben und Israel verführt und abtrünnig gemacht hat; wer etwas zu seiner Verteidigung zu sagen hat, der komme und bringe es vor. Da aber nichts zu seiner Verteidigung vorgebracht wurde, henkte man ihn am Vorabend des Passahfestes.“[26]
Von dem Wort „henkte“ darf man sich nicht verwirren lassen. Es ist gleichbedeutend mit Kreuzigung. In Lukas 23,39 ist die Rede von dem „gehängten Verbrecher“, der neben Jesus am Kreuz hing. Wie der Kontext klar zeigt, meint die Formulierung „hängen“ an ein Kreuz hängen. Auch Paulus bezieht die Verwendung „hängen“ auf die Kreuzigung.[27] Somit haben wir mit dem Talmud fünf nichtchristliche Quellen, die die Kreuzigung Jesu unter Pontius Pilatus bestätigen.
Zusammenfassung
Neben den christlichen haben wir noch römische, jüdische und griechische Quellen, die alle bestätigen, dass Jesus am Kreuz starb. Das ist überwältigend! Die Existenz Jesu und seine Kreuzigung unter Pontius Pilatus sind besser belegt als fast jedes andere Ereignis in der Antike, denn über Jesu Tod am Kreuz haben wir sehr frühe Quellen, die auf Augenzeugen zurück gehen und von mehreren, voneinander unabhängigen Berichten bestätigt werden. Dazu kommen noch nichtchristliche Quellen, die teilweise von Gegnern der ersten Christen kommen. Außerdem hätte kein Anhänger einer messianischen Bewegung, die Kreuzigung des eigenen Messias erfunden. Deswegen sind sich praktisch alle Forscher darin einig, dass Jesus am Kreuz starb.
John Dominic Crossan, ein Kritiker des Neuen Testaments, sagt:
„Ich bin also der Meinung, dass an der Tatsache der Kreuzigung Jesu unter Pontius Pilatus nicht zu zweifeln ist.“[28]
Auch der Auferstehungskritiker Gerd Lüdemann stimmt dieser Tatsache zu:
„Die Tatsache des Todes Jesu als Folge der Kreuzigung ist unbestreitbar.“[29]
Der jüdische Religionswissenschaftler Pinchas Lapide sagt, dass der Kreuzestod von Jesus „als historisch gesichert gelten kann“.[30]
Paula Fredriksen (Historikerin und Nichtchristin):
„Die sicherste Tatsache, die wir über das Leben Jesu wissen, ist sein Tod. Jesus wurde gekreuzigt, was bedeutet, dass er durch Pilatus hingerichtet wurde.“[31]
[1] Gary Habermas und Michael Licona nennen diese Quellen zu Cäsar: Cäsars Gallischer Krieg, Cicero, Livius, Salona Decree und Appian; Und zu Tiberius: Tacitus, Sueton, Velleius Paterculus, Plutarch, Plinius der Ältere, Strabon, Seneca, Valerius Maximus, Josephus und Lukas; vgl. Habermas, Gary H. / Michael R. Licona, The Case for the Resurrection of Jesus, Grand Rapids 2004, S.128.
[2] Vgl. Gustavsson, Stefan, Kein Grund zur Skepsis! Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, Leck 2019, S,52-67; Licona, Michael R., The Resurrection of Jesus. A New Historiographical Approach, Illinois 2010, S.62f.
[3] Bruce, F.F., Die Glaubwürdigkeit der Schriften des Neuen Testaments, Bad Liebenzell, 1976, 128.
[4] Ausnahme sind muslimische Forscher. Diese lehnen die Kreuzigung ab, da der Koran 600 Jahre später diese Tatsache leugnet.
[5] Werner, Roland / Guido Baltes, Faszination Jesus. Was wir wirklich von ihm wissen, Gießen 2019, S.146.
[6] Vgl. Matthäus 27, Markus 15, Lukas 23 und Johannes 19.
[7] Forscher aus den verschiedenen theologischen Spektren datieren es sehr früh, manchmal sogar innerhalb von drei Jahren.
[8] Vgl. Werner, Roland / Guido Baltes, Faszination Jesus. Was wir wirklich von ihm wissen, Gießen 2019, 252f.
[9] Josephus, Flavius, Jüdische Altertümer. Übersetzt von Heinrich Clementz, Wiesbaden 2020.
[10] Vgl. Origenes, Contra Celsos, 1,47.
[11] Vgl. Werner, Roland / Guido Baltes, Faszination Jesus. Was wir wirklich von ihm wissen, Gießen 2019, S.258.
[12] Vgl. Eusebius, Kirchengeschichte I, 11.
[13] Vgl. Licona, Michael R., The Resurrection of Jesus. A New Historiographical Approach, Illinois 2010, S.239f.; Strobel, Lee, Der Fall Jesus. Ein Journalist auf der Suche nach der Wahrheit, Asslar 2014, S.116f.
[14] Vgl. Gustavsson, Stefan, Kein Grund zur Skepsis! Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, Leck 2019, S.73.
[15] Edwin M. Yamauchi zitiert bei: Strobel, Lee, Der Fall Jesus. Ein Journalist auf der Suche nach der Wahrheit, Asslar 2014, S.116.
[16] Gustavsson, Stefan, Kein Grund zur Skepsis! Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien, Leck 2019, S.74.
[17] Licona, Michael R., The Resurrection of Jesus. A New Historiographical Approach, Illinois 2010, S.242.
[18] Tacitus, P. Cornelius, Annalen. Übersetzung und Anmerkungen von Walther Sontheimer, Stuttgart 2013.
[19] Williams, Peter J., glaubwürdig. Können wir den Evangelien vertrauen, Neuried bei München 2020, S.18.
[20] So berichtet es auch Lukas 3,1.
[21] Vgl. https://www.begruendet-glauben.org/articles/mederacke-2018-10-antike-quellen-die-jesus-ausser-christlich-belegen/ (08.01.2023).
[22] Zitiert bei: McDowell, Josh, Die Bibel im Test, Bielefeld 2002, S.136.
[23] Vgl. Werner, Roland / Guido Baltes, Faszination Jesus. Was wir wirklich von ihm wissen, Gießen 2019, S.38.
[24] Vgl. Matthäus 27,37; Markus 15,26; Lukas 23,38; Johannes 19,19.
[25] Vgl. Liebi, Roger, Die Bibel – absolut – glaubwürdig, Bielefeld 2017, S.93.
[26] Vgl. Werner, Roland / Guido Baltes, Faszination Jesus. Was wir wirklich von ihm wissen, Gießen 2019, S.259.
[27] Vgl. Galater 3,13.
[28] Crossan, John Dominic, Der historische Jesus, München 1994, S.495.
[29] Lüdemann, Gerd, Die Auferweckung Jesu von den Toten, Ursprung und Geschichte einer Selbsttäuschung, Lüneburg 2002, S.40.
[30] Lapide, Pinchas, Auferstehung. Ein jüdisches Glaubenserlebnis, Berlin 2011, S.11.
[31] Fredriksen, Paula, Als Christen Juden waren, Stuttgart 2021, S.63.
















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