Geschichte und Entwicklung des Glaubens
Unser ältester Sohn stellte uns kürzlich einige gute Fragen zu verschiedenen Arten von Kirchen.
In unserem Gespräch habe ich viele solcher Fragen beantwortet und ihm geholfen, die drei großen Zweige der christlichen Kirche und die Besonderheiten einiger Untergruppen zu unterscheiden.
Falls es auch für dich hilfreich ist, folgt hier ein kurzer Überblick über christliche Gruppen, die sich in Namen, Kirchenverfassung und Lehre unterscheiden.
Name: Die Ostkirchen werden oft einfach als „orthodox“ bezeichnet oder nach Nationalität bzw. Region benannt, z. B. Griechisch-Orthodox, Russisch-Orthodox oder Antiochenisch-Orthodox.
Geschichte: Im Jahr 1054 trennten sich die östlichen und westlichen Kirchen über die Aufnahme einer neuen Formulierung im Nizänischen Glaubensbekenntnis (die westlichen Kirchen sagten, der Heilige Geist gehe vom Vater und vom Sohn aus). Es gab jedoch viele kulturelle, politische und kirchliche Gründe für die Spaltung. In jüngerer Zeit gab es ökumenische Annäherungen zwischen der Ostkirche und der römisch-katholischen Kirche.
Wie die Kirche ist: Die orthodoxen Kirchen legen großen Wert auf die Einzelheiten des liturgischen Gottesdienstes (genannt „Göttliche Liturgie“). Die Kirchenräume enthalten verschiedene Ikonen zur Verehrung. Im orthodoxen Glauben ist es üblich, die Gottesmutter Maria und die Heiligen um Fürsprache bei Gott zu bitten. Der Gottesdienst spricht alle Sinne an: mit Weihrauch, Gesängen, Schriftlesung und Predigt, die in der Feier der Eucharistie gipfeln.
Kirchenordnung: Bischöfe, die in der Nachfolge der Apostel stehen, setzen männliche Priester (auch Älteste oder Presbyter genannt) als Hirten der Gemeinde ein. Diakone dienen den materiellen Bedürfnissen der Gemeinde und spielen eine wichtige Rolle im liturgischen Leben. Synoden (Teams von Bischöfen) leiten die Kirche, nicht ein einzelner Bischof oder Papst.
Besonderheiten:
Bekannte Persönlichkeiten: Patriarch Photius, Vladimir Lossky, Alexander Schmemann, Kallistos Ware, John Behr, Hank Hanegraaff.
Name: Römisch-katholische Gemeinden werden oft einfach als „katholisch“ bezeichnet, was „allumfassend“ oder „universell“ bedeutet. Das „römisch“ bezieht sich auf den Vorrang des Papstes, des Bischofs von Rom.
Geschichte: Vor der Spaltung zwischen Ost und West im Jahr 1054 gab es sieben ökumenische Konzilien, die von den meisten Kirchen der Welt als maßgeblich für die biblische Lehre über die Dreieinigkeit und die Gottheit Jesu Christi anerkannt wurden. Augustinus von Hippo ist der einflussreichste Theologe der westlichen Tradition. Die westliche Kirche (römisch-katholisch) entwickelte sich nach der Trennung theologisch weiter, mit Persönlichkeiten wie Anselm von Canterbury, Thomas von Aquin und Franz von Assisi. Streitigkeiten über das Papstamt, die Theologie und verschiedene Praktiken führten im 16. Jahrhundert zur protestantischen Reformation. Hier findet man einen kurzen Überblick über die römisch-katholische Theologie.
Wie die Kirche ist: Die römisch-katholische Kirche legt großen Wert auf die Einzelheiten des liturgischen Gottesdienstes. Die Kirchenräume enthalten verschiedene Statuen und Bilder zur Verehrung. Katholiken halten es für richtig, sich mit Bitten an Maria und die Heiligen zu wenden. Der Gottesdienst spricht alle Sinne an: mit Weihrauch, Gesang, Schriftlesung und Predigt, die in der Feier der Eucharistie gipfeln.
Kirchenordnung: Die Autorität liegt bei den Bischöfen, die in der Nachfolge der Apostel stehen. Bischöfe werden von männlichen Priestern (auch Älteste oder Presbyter genannt) unterstützt. Diakone dienen den materiellen Bedürfnissen der Gemeinde. Der Papst, der Bischof von Rom, ist die höchste menschliche Autorität in der Kirche und gilt als unfehlbar, wenn er ex cathedra (mit voller Autorität in Fragen des Glaubens oder der Sitten) spricht.
Besonderheiten:
Bekannte Persönlichkeiten: Thomas von Aquin, Franz von Assisi, Erasmus, Teresa von Avila, Blaise Pascal, Mutter Teresa, Thomas Merton, John Henry Newman, Papst Johannes Paul II., Dorothy Day, Robert Barron.
Hierauf richten wir den Hauptfokus, da viele Denominationen aus dem reformatorischen Zweig hervorgegangen sind.
Geschichte: Während der Reformation im 16. Jahrhundert widersprachen protestantische Leiter wie Martin Luther, Philipp Melanchthon, Johannes Calvin und Ulrich Zwingli der Korruption in der mittelalterlichen Kirche und wollten theologische Positionen korrigieren, die sie als unbiblisch oder extrabiblisch ansahen und die nicht mit der Schrift oder den Kirchenvätern wie Augustinus übereinstimmten.
Themen: Die reformatorische Tradition wird oft durch die fünf Soli (lateinisch für „allein“) zusammengefasst:
Name: Die Anglikanische Gemeinschaft ist die drittgrößte internationale christliche Familie mit Kirchen in über 165 Ländern.
Geschichte: Im Zuge der Reformation trennte sich die Kirche von England 1534 von der römisch-katholischen Kirche. Die Ausbreitung des Anglikanismus verlief parallel zur Expansion des Britischen Weltreichs. Die 39 Artikel (1571) definieren die reformatorischen Überzeugungen der Kirche von England. Hier folgt ein kurzer Überblick über die anglikanische Theologie.
Wie die Kirche ist: Die Gottesdienste sind formell, folgen einer liturgischen Ordnung und schätzen historische Traditionen. Sie gipfeln in der Predigt des Wortes und der Feier des Abendmahls. Das gemeinsame Gebetsbuch [Book of Common Prayer] prägt den anglikanischen Gottesdienst und die persönliche Andacht. Manche Gemeinden nutzen Statuen, Bilder, Weihrauch und Kerzen, andere nicht.
Kirchenordnung: Die anglikanische Struktur ähnelt der katholischen: Ein Erzbischof steht über anderen Bischöfen, die wiederum Priester und Diakone in den Ortsgemeinden leiten. Der Erzbischof von Canterbury ist der ranghöchste Bischof und symbolische Leiter, als „primus inter pares“ (Erster unter Gleichen).
Besonderheiten:
Bekannte Persönlichkeiten: Thomas Cranmer, Richard Hooker, C. S. Lewis, J. I. Packer, John Stott, N. T. Wright, Fleming Rutledge.
Untergruppen:
Name: „Lutheraner“ war ursprünglich ein abwertender Begriff für diejenigen, die Martin Luthers Lehre kritisierten. Luther akzeptierte ihn später, weil er jemanden bezeichnete, der die Wahrheit des Evangeliums lehrt.
Geschichte: Das Luthertum geht auf Martin Luther zurück, der im frühen 16. Jahrhundert in Wittenberg lehrte. Zunächst verstand er seine Lehre als Reformbewegung innerhalb der römisch-katholischen Kirche, wurde aber später wegen seiner Lehren exkommuniziert. Philipp Melanchthon führte seine Lehre in Deutschland fort, und sie breitete sich nach Schweden, Dänemark und Norwegen aus. In Amerika kam das Luthertum zunächst durch schwedische Einwanderer im 17. Jahrhundert. Hier ist ein kurzer Überblick über die lutherische Theologie.
Wie die Kirche ist: Lutherische Gemeinden sind liturgischer als manche andere protestantische Denominationen. Der Pastor trägt liturgische Gewänder und leitet den Gottesdienst nach einer festen Ordnung, wie sie z. B. in der Lutheran Church–Missouri Synod üblich ist. Dazu gehören Sündenbekenntnis und Absolution, Opfergabe, Predigt oder Homilie, das Glaubensbekenntnis (meist das Nizänische Glaubensbekenntnis) und weitere Gebete.
Kirchenordnung: Lutherische Kirchen können zwischen einer episkopalen und einer kongregationalistischen Gemeindeverfassung variieren. In Amerika sind sie meist kongregationalistisch geprägt, wobei Synoden auf verschiedenen Ebenen eine gewisse Autorität haben.
Besonderheiten:
Bekannte Persönlichkeiten: Martin Luther, Philipp Melanchthon, Philipp Jakob Spener, Carl Braaten, Robert Jenson, Robert Kolb, Timothy Wengert, Harold Senkbeil.
Verwandte Gruppen:
Name: Das Wort „Presbyterianer“ stammt vom griechischen Wort für „Ältester“ (presbuteros).
Geschichte: Während der Reformation einigten sich Gemeinden, die vom französischen Theologen Johannes Calvin und/oder dem Wirken des schottischen Geistlichen John Knox beeinflusst waren, auf bestimmte Lehrfragen bezüglich der Errettung und der Souveränität Gottes. Gleichzeitig entwickelten sie verschiedene kirchliche Bezirke (Presbyterien). Aus Genf, der Stadt, in der Calvin wirkte, gingen zwei Strömungen hervor. Die presbyterianische Strömung ist bekannt für das Westminster Bekenntnis (1640er Jahre), das die charakteristischen Überzeugungen dieses Zweigs des Protestantismus zusammenfasst. Die reformierte Tradition niederländisch-deutscher Prägung ist bekannt für das Niederländische Glaubensbekenntnis, den Heidelberger Katechismus und die Dordrechter Lehrsätze. Hier ist ein kurzer Überblick über die presbyterianische Theologie.
Wie die Kirche ist: Presbyterianische Gottesdienste sind meist formeller, folgen einer liturgischen Ordnung und legen besonderen Wert auf die Predigt von Gottes Wort. Manche Gemeinden feiern das Abendmahl jede Woche, die meisten jedoch nicht. Die Kirchenräume sind oft schlichter als bei Anglikanern, Katholiken oder Orthodoxen.
Kirchenordnung: Die örtlichen Gemeinden werden von Teams aus Ältesten (lehrende und leitende Älteste) geleitet, die Teil einer größeren Versammlung von Ältesten (Presbyterien) sind, welche wiederum in einer noch größeren Versammlung (Synode oder Generalsynode) zusammenkommen.
Besonderheiten:
Bekannte Persönlichkeiten: B. B. Warfield, J. Gresham Machen, J. Vernon McGee, James Montgomery Boice, R. C. Sproul, Eugene Peterson, Tim Keller.
Verwandte Gruppen:
Name: „Methodisten“ war ursprünglich ein Spottname für den „Holy Club“, der um 1729 von den Oxford-Studenten John und Charles Wesley sowie George Whitefield gegründet wurde. Der Begriff bezog sich auf ihre methodische Lebensführung und Heiligung.
Geschichte: Mehrere Gruppen in der wesleyanischen Tradition führen ihre Wurzeln auf John Wesley und seine Lehren zurück. Wesley diente zunächst als Priester und Missionar der anglikanischen Kirche in den amerikanischen Kolonien im 18. Jahrhundert. Durch evangelistische Bemühungen von Geistlichen und Laien breitete sich der Methodismus rasch in den Kolonien aus. 1784 ernannte Wesley seine Nachfolger, wodurch die Methodisten rechtlich von der anglikanischen Kirche getrennt wurden. Der endgültige Bruch erfolgte 1797 nach mehreren gescheiterten Einigungsversuchen. Hier ist ein kurzer Überblick über die methodistische Theologie.
Wie die Kirche ist: Auch wenn sie kein festes Gebetsbuch verwenden, folgen methodistische Gemeinden einer gemeinsamen und konsistenten Struktur im Gottesdienst. Typisch sind ein musikalisches Vorspiel, gemeinsames Singen, Schriftlesungen aus der revidierten Leseordnung, gemeinsames Gebet, Predigt, Kollekte, Segen und ein musikalischer Nachklang.
Kirchenordnung: Das methodistische System folgt dem Prinzip des „Konnexionalismus“, das die Verbindung der Gläubigen auf verschiedenen Ebenen betont. Die Leitung erfolgt durch Konferenzen auf unterschiedlichen Ebenen, die aus gewählten Laien und ordinierten Geistlichen bestehen und die Anliegen der Gemeinden bis hin zur gesamten Denomination regeln.
Besonderheiten:
Verwandte Gruppen:
Name: „Baptist“ leitet sich vom griechischen Begriff baptizō ab, was „taufen“ bedeutet.
Geschichte: Die Baptisten entstanden Anfang des 17. Jahrhunderts als separatistische Bewegung von der anglikanischen Kirche. Schon früh bildeten sich in England zwei Strömungen: Die General Baptists, die in Fragen von Gnade, Sünde und Errettung eher arminianisch geprägt waren, und die Particular Baptists, die diese Lehren calvinistischer interpretierten. Aufgrund zunehmender Verfolgung durch die anglikanische Kirche flohen viele Baptisten in die amerikanischen Kolonien, wo sie ebenfalls verfolgt wurden. Mit der Verankerung der Religionsfreiheit in der US-Verfassung wuchsen die baptistischen Gemeinden und entwickelten sich zu zahlreichen Denominationen. Hier ist ein kurzer Überblick über die baptistische Theologie.
Wie die Kirche ist: Baptistische Gottesdienste können unterschiedlich gestaltet sein, aber meist gehören gemeinsames Singen, Gebet, das Einsammeln von Gaben, die Predigt und eine Zeit der Antwort dazu. Neue Gläubige werden während oder am Ende des Gottesdienstes getauft; das Abendmahl wird ebenfalls gefeiert, wobei die Häufigkeit variiert.
Kirchenordnung: Baptisten glauben, dass Christus das Haupt der Gemeinde ist und jede Ortsgemeinde durch den in den Gliedern wohnenden Geist geleitet wird. Auch wenn Baptisten sich freiwillig zu Verbänden zusammenschließen, ist jede Gemeinde autonom. Die meisten baptistischen Gemeinden werden von der Gemeindeversammlung geleitet, manche von einem Pastor, andere von mehreren Ältesten, die von den Mitgliedern gewählt werden.
Besonderheiten:
Bekannte Persönlichkeiten: Thomas Helwys, John Leland, John Gill, Andrew Fuller, John Bunyan, William Carey, Charles Haddon Spurgeon, Lottie Moon, Martin Luther King Jr., Carl F. H. Henry, Billy Graham, David Dockery, Timothy George, Millard Erickson.
Verwandte Gruppen:
Name: Der Begriff „evangelikal“ bezeichnet Gemeinden, die ihre Wurzeln in der Entstehung des modernen Evangelikalismus haben. „Freikirchlich“ weist auf die Trennung von Gemeinde und Staat hin.
Geschichte: 1950 vereinigten sich die Schwedische Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde und die Norwegisch-Dänische Evangelisch-Freikirchliche Vereinigung zur Evangelical Free Church of America. Beide Gruppen wurden in den 1880er Jahren von Einwanderern gegründet.
Wie die Kirche ist: Die Gottesdienste ähneln eher denen der Baptisten als den liturgisch geprägten Gottesdiensten der römisch-katholischen oder anglikanischen Kirche.
Kirchenordnung: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden folgen einem kongregationalistischen Modell der Gemeindeleitung.
Besonderheiten:
Bekannte Persönlichkeiten: C. T. Dyrness, L. J. Pedersen, Walter Kaiser Jr., Grant Osborne, D. A. Carson, Fred Sanders, Chuck Swindoll.
Verwandte Gruppen:
Name: Der Name „Restaurationsbewegung“ bezieht sich auf das Anliegen, den ursprünglichen Glauben der neutestamentlichen Gemeinde wiederherzustellen.
Geschichte: Die auch als Stone-Campbell-Bewegung bekannte Restaurationsbewegung entstand während der Zweiten Großen Erweckung und will die Gemeinden in Lehre und Praxis an das biblische Vorbild des Neuen Testaments zurückführen.
Wie die Kirche ist: Viele Gemeinden der Churches of Christ verzichten auf Instrumentalmusik, da diese im Neuen Testament nicht erwähnt wird, und singen a cappella. Manche Gemeinden verwenden jedoch Instrumente. Das Abendmahl wird jeden Sonntag gefeiert.
Gemeindeordnung: Die Churches of Christ sind unabhängige Gemeinden, die von Ältesten, Diakonen und Pastoren geleitet werden.
Besonderheiten:
Bekannte Persönlichkeiten: Barton W. Stone, Alexander Campbell, Max Lucado, Kyle Idleman.
Verwandte Gruppen:
Name: Der Begriff „pfingstlich“ betont das Kommen des Geistes an Pfingsten (). „Charismatisch“ leitet sich vom griechischen Wort charisma ab, das „Gnadengabe“ bedeutet und sich auf die vom Geist verliehenen Gaben bezieht (vgl. ; ).
Geschichte: Pfingstliche Themen lassen sich bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückverfolgen, etwa zur Wesleyanischen Heiligungsbewegung und den Higher Life Movements. Die beiden wichtigsten Ereignisse, die als Beginn des modernen Pfingstlertums gelten, sind die Erweckungen Anfang des 20. Jahrhunderts am Bethel Bible College in Topeka, Kansas, und an der Azusa Street Mission in Los Angeles. Hier folgt ein kurzer Überblick über die pfingstliche Theologie.
Wie die Kirche ist: Pfingstgemeinden teilen viele gottesdienstliche Elemente mit anderen Gemeinden wie Singen, Predigt, Taufe, Abendmahl und Kollekte. Hinzu kommen oft prophetische Beiträge sowie das Reden in Zungen und deren Auslegung.
Kirchenordnung: Pfingstgemeinden sind kongregationalistisch organisiert. Sie können unabhängige Gemeinden sein oder sich als „kooperative Gemeinschaften“ mit anderen gleichgesinnten Gemeinden zusammenschließen. Die charismatische Bewegung passt sich der jeweiligen Gemeindeverfassung an.
Besonderheiten:
Bekannte Persönlichkeiten: Charles Fox Parham, William Seymour, Aimee Semple McPherson, J. Rodman Williams, Gordon Fee, Amos Yong.
Verwandte Gruppen: Das Pfingstlertum ist sehr vielfältig und anpassungsfähig, daher können hier nur einige repräsentative Gruppen genannt werden.
Name: Der Name macht deutlich, dass die Gemeinde keiner bestimmten christlichen Denomination angehört.
Geschichte: Im 20. Jahrhundert begannen immer mehr Gemeinden, sich als „unabhängig“ oder „frei“ zu bezeichnen, ohne historische Bindung an eine Denomination.
Wie die Kirche ist: Freie Gemeinden sind meist „low church“ geprägt wie Baptisten oder Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden, können aber je nach Gemeinde unterschiedlich liturgisch sein. Die meisten ähneln in ihren Überzeugungen und Praktiken den Baptisten.
Kirchenordnung: Freie Gemeinden sind kongregationalistisch organisiert, da sie keiner Denomination verpflichtet sind.
Besonderheiten:
Bekannte Persönlichkeiten: Gene Getz, Tony Evans, Francis Chan.
Verwandte Gruppen:
– Die Fellowship Bible Churches (gegründet von Gene Getz) entstanden als Bewegung, die Bibellehre, Gemeinschaft und Evangelisation als zentrale Elemente der Gemeinde betont. Nicht alle Gemeinden mit diesem Namen gehören zur Bewegung.
Dieser Beitrag erschien zuerst bei The Gospel Coalition. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung von Trevin Wax.
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Über den Autor
Autor
Trevin Wax ist Chefredakteur von The Gospel Project, theologischer Berater von LifeWay Christian Resources und Gastprofessor am Wheaton College, in Wheaton, Illinois (USA). Er ist Autor zahlreicher Bücher, darunter Rethink Your Self, This Is Our Time, Eschatological Discipleship und Gospel Centered Teaching.
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