Am 30. November 2025 waren rund 1,5 Millionen Mitglieder der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zur Wahl der 17. Landessynode aufgerufen. Die württembergische Kirche ist die einzige Gliedkirche der EKD, deren Synode direkt von den Gemeindemitgliedern gewählt wird.
Verschiebungen bei den Gesprächskreisen
Die neue Synode umfasst 90 gewählte Mitglieder – 60 Laien und 30 Theologinnen und Theologen.Die Sitzverteilung der vier Gesprächskreise veränderte sich im Vergleich zur letzten Wahl (2019) zum Teil deutlich:
• Offene Kirche: 31 Sitze (unverändert)
• Lebendige Gemeinde: 31 Sitze (unverändert)1
• Kirche für morgen: 18 Sitze (+6)
• Evangelium und Kirche: 10 Sitze (−6)
Damit sind die Offene Kirche und die Lebendige Gemeinde stärkste Kraft.2 Deutlich zulegen konnte die Kirche für morgen, während Evangelium und Kirche spürbare Verluste hinnehmen musste.
Aufgaben der Landessynode
Die Landessynode ist das gesetzgebende Organ der württembergischen Landeskirche. Zu ihren zentralen Aufgaben gehören:
• die Wahl des Landesbischofs,
• die Verabschiedung kirchlicher Gesetze,
• der Beschluss des Haushalts,
• sowie Entscheidungen über die Verwendung der Kirchensteuermittel.
Ein weiterer stimmberechtigter Sitz wird – neben den 90 gewählten Mandaten – von der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen entsandt.
Ausblick
Mit der konstituierenden Sitzung der Synode am 28. Februar 2026 wird der offizielle Start der neuen Amtszeit eingeleitet, in der die veränderten Mehrheitsverhältnisse die inhaltliche Ausrichtung der Landeskirche prägen werden.
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!
Über den Autor
Autor
Beiträge über die Heilige Schrift, zentrale theologische Fragen und relevante Themen des Glaubens.
Alle Beiträge von Redaktion →Entdecken Sie weitere fundierte und verständliche Beiträge über die Heilige Schrift, zentrale theologische Fragen und relevante Themen des Glaubens.