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Desiring God

Christus ist König! Eine Warnung an die Feinde Gottes.

2. Juli 2026Greg Morse10 Min. Lesezeit

Wäre ich noch immer ein Feind Gottes, würde ich noch immer in den Lagern der Rebellen außerhalb seines Reiches leben und als Wahnsinniger Steine gegen meinen Schöpfer schleudern, dann würde allein diese hörbare Antwort auf unseren vereinten Angriff mir jedes bisschen Mut aus den Adern treiben. Lieber würde ich die Drohungen des Erzengels hören, den Klang der Posaune, das Öffnen seiner Tore, den Rhythmus seiner Kriegstrommeln oder das Rattern seiner Streitwagen als dies. Nachdem unser Zorn verraucht war, wir Gott für besiegt hielten und ihm unsere Bedingungen zur Kapitulation übermittelt hatten, heißt es: „Der im Himmel thront, lacht.“ ()

Was in Davids Generation wahr war, gilt für jede Generation: Die Völker toben, die Nationen schmieden vergebliche Pläne, und die Herrscher verbünden sich gegen den HERRN und seinen Gesalbten (). Die Menschheit geht nicht nur auf dem breiten Weg, sie marschiert auf ihm. Wir bringen den Rammbock an das Tor; unsere Soldaten verschießen ihre Pfeile über die Mauern. Du und ich wurden in ihren Reihen geboren, von Natur aus Kinder des Zorns ().

Und die Völker widersetzen sich Gott nicht nur, sie toben gegen ihn. Ihr Leben spuckt auf den Boden, sobald sein Name erwähnt wird. Ihre Herzen rufen zum Aufstand: „Lasst uns ihre Fesseln zerreißen und ihre Stricke von uns werfen!“ (). Und sie schließen sich zusammen; die Schande des einen entfacht die des anderen: „die Völker schmieden vergebliche Pläne“. Staatsoberhäupter sitzen würdevoll beisammen, nicken einander zustimmend zu und schmieden Strategien: „die Herrscher halten miteinander Rat“. Der ganze Leib der Menschheit fiebert dem Aufruhr entgegen. Wie Simsons Füchse laufen sie mit brennenden Fackeln an den Schwänzen durch die Felder des Königs.

Und nachdem sie ihren Hass entfesselt und die Hunde des Krieges losgelassen haben, glauben sie, die Schlacht sei entschieden. Sie meinen, seine Macht sei gebrochen, seine Fesseln zerrissen, der Unsterbliche sei tot. Und dann hören sie es. Spott und Gelächter, das die Wälder entlaubt und die Erde bis in ihre Grundfesten erschüttert. Sein Lachen, ein Klang, der Schilde zerspringen und Herzen stillstehen lässt, wenn der Jäger plötzlich erkennt, dass er selbst zum Gejagten wird.

Ein unheilvoller Klangteppich

beschreibt, wie jedes Zeitalter gegen Gott Krieg führt. Jede Generation des Unglaubens schart sich zusammen und erhebt sich stolz, um gemeinsam zu beraten, wie sie seiner Herrschaft entkommen kann. Die Narren geben vor, ihn zu leugnen. Die meisten geben vor, ihn zu ignorieren. Nationen widersetzen sich seinem Gesetz. Unsere Zeit stellt ihre sexuelle Selbstbestimmung offen zur Schau und tötet ihre Kinder. Jede Epoche versucht, seine Herrschaft abzuschütteln und jede Generation wird sein furchterregendes Lachen hören.

Die konkrete Erfüllung dieses Aufstands gegen den Gesalbten Gottes geschah jedoch vor zweitausend Jahren. Das war der D-Day der Weltgeschichte. Der Herr sandte seinen eigenen geliebten Sohn zu einem Volk, das bereits seine Knechte misshandelt hatte, mit dem Gedanken: „Sie werden meinen Sohn achten“ (). Doch sie taten nichts dergleichen. Sie nahmen ihn, führten ihn aus Jerusalem hinaus und kreuzigten ihn bei der Müllhalde der Stadt.

Höre den Klang dieses gottlosen Tages, der in vorausgesagt wurde. Die Menschen verhöhnen ihn; das Volk verachtet ihn (Vers 6). Alle, die ihn sehen, verspotten ihn, schleudern ihm Schmähungen entgegen und schütteln den Kopf über ihn (Vers 7). Sie höhnen: „Er vertraut auf den HERRN; der soll ihn doch retten! Er soll ihn befreien, wenn er Gefallen an ihm hat!“ (Vers 8). Stiere umringen ihn (Vers 12). Löwen brüllen ihn an (Vers 13). Seine ausgetrocknete Zunge klebt an seinem Gaumen, während Hunde ihn bellend und knurrend umringen und während seine Hände und Füße durchbohrt werden (Verse 15–16). Sie starren ihn schadenfroh an, während die Soldaten das Los über seine Kleider werfen (Verse 17–18). Knurrend stehen sie über ihrer Beute. Der uralte Krieg schien entschieden; zumindest glaubten sie das. Bis plötzlich die Tonart wechselt (Verse 21–31).

Seine Feinde hielten sich zweifellos für besonders stark und heldenhaft, als sie sich über die Qualen des Sohnes ihres Herrn freuten. Mit Gewalt rissen sie seine Fesseln von sich und schleuderten sie ihm voller Verachtung entgegen. Sie mussten sich ungeheuer mächtig vorkommen, weil sie diesen Löwen wie ein Lamm bezwungen hatten. So oft hatten sie vergeblich versucht, ihn zu fangen. Wo war jetzt seine Peitsche? Wo waren seine Weherufe, seine Fragen, ob sie die Schriften denn nie gelesen hätten? Wo waren jetzt seine Zurechtweisungen, seine angeblichen Lästerungen, seine Aussagen über seinen Vater und darüber, dass er als Menschensohn auf den Wolken kommen werde? Soll er doch jetzt vom Kreuz herabsteigen, dann werden wir ihm glauben! Soll er uns jetzt die Hand reichen, dann werden wir seinen Ring küssen!

Welche Siegesmusik muss in ihren Köpfen erklungen sein. Sie waren überzeugt, ihr Triumph sei endgültig. Langsam töteten sie ihn, wie man ein Passahlamm am Feuer röstet. Ach, wie sind die Mächtigen gefallen oder vielmehr: Wie war endlich jene Schlange erhöht worden. Der, der einst dastand und die Durstigen zu sich rief, schreit nun selbst: „Mich dürstet.“ Ist das also Gottes gesalbter König? Nun gut, dann haben wir ihn eben auf seinen Thron erhoben, wir, seine königlichen Fußschemel (). Wenn du wirklich der Sohn Davids bist, dann wirf diese unbewährte hölzerne Rüstung ab, steig herab angesichts dieser Schmähungen und schleudere den Stein gegen Israels Feind.

Jäger werden zu Gejagten

Wie schnell war ihr Triumph vorbei. Zwei Tage lang konnten sie noch ihre Zigarren genießen. Das Schweigen des Herrn war ihre liebste Melodie. Doch am dritten Tag erklang Gelächter. Ein Gelächter, das allen Mut erstickt. Ein Gelächter, das Champagnerflaschen zerspringen lässt. Ein Gelächter, das antwortet: „Euer Wüten hat nur meinen schlummernden Zorn geweckt.“ Sie erkennen nicht, dass der Tod nun tot zu seinen Füßen liegt und dass die Sünden seines Volkes reglos und verlassen im Grab geblieben sind. Eine Stimme spricht, begleitet von einem Lächeln: „Ich aber habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg.“ ()

Seine Worte werden durch ein Megafon verkündet. Die Allmacht kümmert sich nicht darum, wer mithört. Er spricht zu jemandem, doch zu wem? Das Rätsel bleibt nicht ungelöst.

„Der HERR sprach zu mir:,Du bist mein Sohn;
heute habe ich dich gezeugt. Fordere von mir, so will ich dir die Nationen zum Erbe geben und die Enden der Erde zu deinem Besitz. Du wirst sie mit eisernem Zepter zerschmettern und sie wie Töpfergeschirr zerbrechen.“ ()

Und wann wurde seine Sohnschaft öffentlich bestätigt? Vielleicht denken wir zunächst an seine Taufe. Doch Paulus gibt uns die eigentliche Deutung:

„Was Gott den Vätern verheißen hat, das hat er uns, ihren Kindern, erfüllt, indem er Jesus auferweckte, wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“ (:32–33)

Aber sie haben ihn getötet. Dann stellt er sich selbst erneut vor: „Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Hades.“ () Der Same starb und wurde begraben, vergänglich. Doch er wurde unvergänglich und unzerstörbar auferweckt. Er lebt. Derjenige, den sie mit eisernen Nägeln ans Kreuz schlugen, hat eben diese Nägel zu einem eisernen Zepter geschmiedet, mit dem er die Nationen zerschmettern wird. Alle Macht ist ihm gegeben worden. Wer kann bestehen am Tag seines Schreckens?

Sein leeres Grab richtet einen Befehl an alle Menschen, auch an Könige und an alle, die Autorität besitzen:

„Dient dem HERRN mit Furcht
und jubelt mit Zittern. Küsst den Sohn,
damit er nicht zornig werde
und ihr auf eurem Weg umkommt;
denn leicht entbrennt sein Zorn. Wohl allen,
die bei ihm Zuflucht suchen.“
()

Schachmatt

Verkündet es in Gat, ruft es in Los Angeles aus, lasst es durch Minneapolis erschallen, meldet es dem Obersten Gerichtshof, verkündet es in China, singt es in Honduras, entzündet Signalfeuer in Brasilien, macht es bekannt in Dänemark, ruft es aus in Afghanistan und Argentinien: Christus ist König. Alle Autorität gehört ihm. Den Demütigen, die Buße tun, bietet er Amnestie an. Die Völker aber wird er richten, und die Unbußfertigen wird er mit seinem eisernen Zepter zerschmettern.

Schreibt es an die Tore Jerusalems. Hängt es öffentlich aus, damit jeder es lesen kann: „So soll nun das ganze Haus Israel mit Gewissheit erkennen, dass Gott eben diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat.“ () Der Sohn regiert. „Denn indem er ihm alles unterwarf, ließ er nichts übrig, das ihm nicht unterworfen wäre. Jetzt aber sehen wir noch nicht, dass ihm alles unterworfen ist. Doch wir sehen Ihn …“ () Wir sehen ihn im Glauben. Wir hören ihn in seinem Wort. Wir lieben ihn durch seinen Geist. Und die Zeit eilt herbei, in der alle ihn von Angesicht zu Angesicht sehen werden, auch jene, die dann zu den Bergen und Felsen rufen werden: „Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn der große Tag ihres Zorns ist gekommen, und wer kann bestehen?“ ()

Doch heute ist noch der Tag seiner Güte. Heute bietet er Bedingungen des Friedens (Schalom) an. Ergib dich seinem Sohn, der sein Leben freiwillig hingegeben hat, der den allmächtigen Zorn seines Vaters und deinen Fluch bereitwillig getragen hat, damit du durch den Glauben an sein vollbrachtes Werk am Kreuz, auf ewig, Frieden, Herrlichkeit und Leben mit ihm und dem Vater genießen kannst. Er bittet nicht lediglich darum, er fordert dich auf, zu ihm zu kommen, damit dir vergeben wird, damit du aufgenommen wirst und seine Liebe erfährst.

„Zwar hat Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen; jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun, weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch den Mann, den er dazu bestimmt hat. Den Beweis dafür hat er allen dadurch gegeben, dass er ihn von den Toten auferweckt hat.“ ()

Doch dieser Tag der Gnade neigt sich seinem Ende zu. Johannes nennt ihn „die letzte Stunde“ (). Die Zeit kommt, in der Christus sprechen wird: „Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie herrsche, bringt hierher und erschlagt sie vor meinen Augen.“ ()

Ehre ihn, solange du noch kannst

O Mensch, erkenne das ganze Ausmaß deiner Rebellion. Du warst von Anfang an nur ein Spielball Satans: „von ihm gefangen, damit sie seinen Willen tun“ () und niemals auch nur annähernd davor, Gott schachmatt zu setzen. Komm zur Besinnung und entfliehe seiner Schlinge. Deine Pläne und Intrigen haben letztlich nur seinen Absichten gedient. Höre, wie die erste Gemeinde betet:

„Warum toben die Nationen
und ersinnen die Völker vergebliche Dinge?
Die Könige der Erde treten auf,
und die Herrscher versammeln sich
gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten.“

„Denn wahrhaftig, in dieser Stadt versammelten sich gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus zusammen mit den Heiden und den Stämmen Israels, um das zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt hatten, dass es geschehen sollte.“ ()

Sünder, Gott lacht über deine Rebellion und dieses Lachen ist erschütternd. Er verspottet die Nationen. Er hat seinen Sohn mit einem eisernen Zepter ausgerüstet. Du bist umzingelt, beschattet und schutzlos.

Es gibt nur einen sicheren Zufluchtsort, nicht bei seiner Mutter Maria, nicht in moralischen Leistungen, nicht bei Mohammed, nicht in positiven Gedanken oder einer selbstgebastelten Spiritualität. Sicherheit gibt es allein im Sohn, Jesus Christus, der auf grausame Weise getötet wurde, um schuldige Tote zum Leben zu bringen. „Wohl allen, die bei ihm Zuflucht suchen.“ () Darum küsse den Sohn im Glauben, damit er nicht zornig wird und du auf deinem Weg zugrunde gehst; denn sein Zorn kann schnell entbrennen.

Tobst du immer noch gegen ihn? Dein Aufstand raubt ihm keinen Schlaf. Deine Rebellion bereitet ihm keine Sorge. Der Verlust ist allein deiner. Wisse, dass eines Tages dieses Lied zu Gottes Ehre gesungen werden wird – über jede menschliche Rebellion: „Die Nationen tobten, doch dein Zorn ist gekommen.“ ()

Darum preise heute seine Gnade. Nimm seine Güte an, solange sie dir angeboten wird, damit du nicht eines Tages seine Gerechtigkeit und seine Macht in der Hölle verherrlichen musst. Jeder Aufstand gegen Gott ist vergeblich. Sünder, komm zu Jesus. Küsse seinen Ring. Beuge dich vor seiner Liebe. Und lebe.


Dieser Beitrag erschien zuerst bei Desiring God. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung. Übersetzt von Ronny Käthler.
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Greg Morse

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Greg Morse ist Mitarbeiter von Desiring God und Absolvent des Bethlehem College and Seminary. Er und seine Frau Abigail leben mit ihrem Sohn und ihren drei Töchtern in Saint Paul.

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