„Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen gefordert“ ().
Wir alle sehnen uns nach Ruhe von der Müdigkeit des Lebens. Gott hat dieses Verlangen nach Ruhe in unsere Seele gelegt, und er verspricht, es zu erfüllen: „Denn ich will die müde Seele erquicken und jede verschmachtende Seele sättigen“ ().
Auf eine sehr reale Weise schenkt Jesus allen Ruhe, „die mühselig und beladen sind“ und zu ihm kommen (). Doch in diesem Zeitalter können wir keine vollständige Ruhe finden.
In diesem Zeitalter schenkt uns Jesus die Ruhe des Evangeliums, indem wir aufhören dürfen, die unmögliche Last zu tragen, selbst für unsere Sünden zu sühnen (). Doch wenn wir das Evangelium annehmen, werden wir zugleich in einen Krieg eingezogen, einen Krieg darum, weiterhin dem Evangelium zu glauben, und einen Krieg darum, es anderen weiterzugeben. In diesem Zeitalter „bemühen wir uns, in jene Ruhe einzugehen“, die vollkommene Ruhe des kommenden Zeitalters ().
Kriege sind erschöpfend, besonders lange Kriege. Deshalb bist du oft müde. Viele Soldaten, die die Härte des Kampfes erleben, wünschen sich, ihm zu entkommen. Deshalb bist du versucht zu fliehen. Deshalb bist du versucht aufzugeben.
Aber gib nicht auf. Nein, vielmehr: „Seid stark und lasst eure Hände nicht sinken, denn euer Werk wird belohnt werden“ ().
Gib nicht auf, wenn jene vertraute Sünde, die nach all den Jahren noch immer vor deiner Tür lauert, dich erneut mit Versuchung anspringt.
Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern wird zusammen mit der Versuchung auch den Ausweg schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt. ()
Gib nicht auf, wenn du diese tiefe Müdigkeit der Seele spürst, die aus langen Kämpfen mit hartnäckigen Schwächen entsteht.
„Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.“ Darum will ich mich am liebsten meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi auf mir ruhe. ()
Gib nicht auf, wenn deine Gebete, um die du schon so lange bittest, suchst und anklopfst, noch immer nicht beantwortet wurden.
Er sagte ihnen aber ein Gleichnis darüber, dass sie allezeit beten und nicht mutlos werden sollten. ()
Gib nicht auf, wenn die feurigen Pfeile des Zweifelns vom Satan dich treffen und dich ins Wanken bringen.
Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen könnt. … Ergreift vor allem den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt. (.16)
Gib nicht auf, wenn die vielen gleichzeitigen zermürbenden Belastungen kein Ende zu nehmen scheinen.
Als Diener Gottes empfehlen wir uns in allem: in großer Standhaftigkeit, in Bedrängnissen, Nöten und Ängsten, unter Schlägen, in Gefängnissen, bei Aufständen, in Mühen, in schlaflosen Nächten, bei Hunger … ()
Gib nicht auf, wenn das Feld, das der Herr dir anvertraut hat, schwierig ist und die Ernte wenig vielversprechend aussieht.
Lasst uns aber nicht müde werden, Gutes zu tun; denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht aufgeben. ()
Gib nicht auf, wenn du im Verborgenen arbeitest und dich fragst, ob das überhaupt einen Unterschied macht.
„Dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“ ()
Gib nicht auf, wenn dein Ruf Schaden nimmt, weil du Jesus treu sein möchtest.
„Glückselig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen beschimpfen und verfolgen und lügnerisch alles Böse gegen euch reden.“ ()
Gib nicht auf, wenn das Warten auf Gott endlos erscheint.
Selbst junge Menschen werden müde und matt, und junge Männer straucheln und fallen; aber die auf den Herrn hoffen, gewinnen neue Kraft. Sie heben die Schwingen empor wie Adler, sie laufen und ermüden nicht, sie gehen und werden nicht matt. ()
Gib nicht auf, wenn du gesündigt und versagt hast. Versinke nicht im Selbstmitleid. Bereue (wieder). Richte deinen Blick weg von dir selbst (wieder) und auf Jesus (wieder). Steh auf und geh zurück in den Kampf.
Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns von aller Ungerechtigkeit reinigt. ()
Wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen. ()
Durch Glauben an „Dinge, die man nicht sieht“, zu leben, ist schwer (). Jesus erinnert uns: „Der Weg ist eng und schwer, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden“ (). Doch dieser Weg war schon immer schwer, und du bist mit dieser Schwierigkeit nicht allein. Du bist umgeben von einer großen Wolke von Zeugen, die diesen Weg vor dir gegangen sind (). Viele haben weit mehr gelitten und sind dennoch treu geblieben. Denke an sie und folge ihrem Glauben nach ().
Vor allem aber denke an Jesus Christus (). Jesus kennt deine Werke () und versteht deinen Kampf (). Seine Gnade wird dir in deiner Zeit der Not gegeben werden (), und sie wird für dich ausreichen, selbst in den schlimmsten Zeiten ().
Darum richte deinen Blick auf Jesus (), „kämpfe den guten Kampf des Glaubens“ () und vollende deinen Lauf (). Wenn du den Willen Gottes getan hast, wirst du empfangen, was verheißen ist: seine große und ewige Belohnung (). Gemessen an der Ewigkeit werden die Leiden dieses Lebens nicht lange dauern, und „durch eure Standhaftigkeit werdet ihr euer Leben gewinnen“ ().
Gib nicht auf.
Dieser Beitrag erschien zuerst bei Desiring God. Übersetzt von Ronny Käthler. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung. Mehr Ressourcen von Desiring God.
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Über den Autor
Autor
Jon Bloom ist Mitbegründer von Desiring God, Autor mehrerer Bücher und über 750 Artikeln zu Glaube und Nachfolge. Er lebt mit seiner Frau Pam und ihren fünf Kindern in den USA.
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