Freude unter den Stoikern

Zusammenfassung: Einige moderne säkulare Menschen finden Sinn in einer jahrtausendealten Philosophie: dem Stoizismus. Glücklicherweise haben Christen, die sich fragen, wie sie darauf reagieren sollen, einen fachkundigen Ratgeber in Augustinus, der sich in seinem monumentalen Werk „De civitate Dei“ (Der Gottesstaat) mit den Stoikern seiner Zeit auseinandersetzte. Wie andere Christen seiner Zeit fand Augustinus einige Gemeinsamkeiten mit dem Streben der Stoiker nach Tugend, erkannte aber auch einen fatalen Fehler in ihrer Philosophie. Seine Antwort zeigt, warum Tugend nicht ausreicht, um in dieser Welt des Leidens und des Todes wahres Glück zu erlangen.


Jesus und Seneca wurden wahrscheinlich im selben Jahr geboren. Das Johannesevangelium beginnt damit, Jesus als den Logos vorzustellen, ein Begriff, der tief in der stoischen Philosophie verwurzelt ist. Paulus, der in Apostelgeschichte 17 mit griechischen Denkern auf dem Areopag diskutiert, zitiert sogar einen stoischen Dichter. Und im zweiten Jahrhundert richtete der christliche Apologet Justin der Märtyrer seine Erste Apologie an Kaiser Antoninus Pius und dessen Sohn Marcus Aurelius, den Mann, der später sowohl stoischer Philosoph als auch römischer Kaiser werden sollte. Offensichtlich waren die neutestamentlichen Autoren und die frühen Christen mit der stoischen Philosophie und ihrer kulturellen Anziehungskraft bestens vertraut. Und falls es daran Zweifel geben sollte, genügt ein Blick darauf, dass 350 Jahre nach Paulus Augustinus von Hippo in seinem monumentalen Werk De civitate Dei (Der Gottesstaat) weiterhin stoische Ideen zitierte, diskutierte und kritisierte.

Trotz der inhaltlichen Berührungspunkte zwischen dem frühen Christentum und der antiken Stoik lehnten christliche Denker, von Paulus über Justin den Märtyrer bis hin zu Augustinus, den Stoizismus letztlich ab. Zwar setzten sich Christen auch im Mittelalter und während der Reformation weiterhin mit der stoischen Philosophie auseinander, doch als populäre Lebensphilosophie verlor der Stoizismus bald nach Augustinus an Einfluss.1

Heute jedoch ist Seneca zurück. Epiktetus verbreitet seine „Wahrheiten“ auf Twitter. Und Marcus Aurelius, der beim Militär schon immer geschätzt wurde, erlebt derzeit ein Comeback unter Fitness-Enthusiasten. Mit anderen Worten: Die antike Stoik erlebt eine moderne Renaissance. Zeitgenössische Popularisierer wie Tim Ferriss und Ryan Holiday versprechen, dass die stoischen Tugenden, etwa die Beherrschung der eigenen Emotionen, zu einem glücklichen Leben führen, ganz gleich, welchen Hindernissen man begegnet. Moderne Stoiker verkaufen Millionen von Büchern. Podcaster wie Joe Rogan bewerben stoische Praktiken. In einer unsicheren und chaotischen Zeit bietet der Stoizismus eine philosophische Alternative zur Religion, die alltägliche Ängste anspricht und persönliches Wachstum inspiriert.

In diesem Essay rufe ich den standhaften christlichen Theologen Augustinus als Wegweiser dazu auf, sich mit der modernen Form des Stoizismus auseinanderzusetzen. Indem wir Augustinus’ Kritik am antiken Stoizismus aus seinem Werk Vom Gottesstaat neu aufgreifen, können Pastoren und christliche Leiter mit Weisheit auf den Aufstieg moderner stoischer Tugendethik reagieren. Zunächst wollen wir untersuchen, warum der Stoizismus ein solches Comeback erlebt hat.

Comeback der Philosophie

Um die moderne Wiederbelebung des antiken Stoizismus zu verstehen, können wir fragen: Warum gerade jetzt? Was an unserer Zeit hat ein neues Bedürfnis nach stoischer Weisheit geschaffen? Ich schlage drei Hauptgründe vor: Der Stoizismus verspricht innere Stabilität in einer chaotischen Welt, bietet eine Philosophie für Macher und ergänzt den modernen Säkularismus.

1. Der Stoizismus verspricht innere Stabilität in einer chaotischen Welt.

Der Stoizismus bietet eine Therapie für unsere Begierden, einen Weg, Frieden inmitten von Unsicherheit und Angst zu finden. Die antiken Stoiker suchten seelische Stabilität, indem sie Selbstbeherrschung und Selbsterkenntnis durch meditative Übungen kultivierten (nicht unbedingt die Art mit „Ommm“-Gesängen). Ihre empfohlenen Praktiken konzentrieren sich darauf, Emotionen aus einer rationalen Perspektive zu bewerten. Sie erinnerten sich ständig daran, dass sie zwar wenig Kontrolle darüber haben, was ihnen geschieht, wohl aber darüber, wie sie darauf reagieren. Epiktetus fasst in seinem Handbuch zusammen: „Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Ansichten, die sie über die Dinge haben.“2 Daher empfiehlt er: „Verlange nicht, dass die Dinge so geschehen, wie du willst, sondern wünsche, dass sie so geschehen, wie sie geschehen und du wirst Frieden finden.“3 Frieden kommt also nicht daher, dass man die Umstände verändert, sondern dass man die eigene Denkweise verändert. Um eine solche Haltung zu erreichen, bieten Stoiker viele praktische Übungen an, wie etwa „den Blick von oben“ oder „die Betrachtung der Vergänglichkeit“.

Moderne Vertreter des Stoizismus preisen diese Philosophie als „äußerst praktisch“4  an und bieten „eine Reihe praktischer Werkzeuge für den täglichen Gebrauch“.5  Diese einfache Pragmatik spricht sowohl die besorgte Mutter an, die sich weniger um ihre Kinder sorgen möchte, als auch den Unternehmer aus dem Silicon Valley, der nicht weiß, wie er nächsten Monat die Gehälter zahlen soll. Stoische Übungen helfen sogar bei alltäglicheren Sorgen, wie z.B. vom Stress einer Schülerin darüber, wie sie von ihren Klassenkameraden gesehen wird, bis zur Angst eines Studenten, wieder zu spät zum Unterricht zu kommen. Obwohl diese praktische Philosophie ein breites Publikum anspricht, ist sie besonders in der amerikanischen „Hustle“-Kultur beliebt geworden.6

2. Der Stoizismus bietet eine Philosophie für Macher.

Der Stoizismus liefert umsetzbare Ratschläge für persönliches Wachstum. Er lehrt geistige Stärke, Selbstbeherrschung und die Akzeptanz von Grenzen. Zitate wie die von Seneca „Wir leiden mehr in unserer Vorstellung als in der Realität“ inspirieren Menschen wie Joe Rogan und seine Anhänger.7 Er spricht Profisportler an, die ihre sportliche Exzellenz philosophisch untermauern wollen,8 ebenso wie Fitnessbegeisterte, besonders jene in CrossFit-Studios oder Jujitsu-Schulen und junge Männer, die nach praktischen Lebensweisheiten suchen, die zugleich einen Weg zur Sinnfindung aufzeigen.9

Der Stoizismus liefert das philosophische Fundament für die heutige „Hustle-and-Grind“-Ideologie: Strebe Tugend an, um glücklich zu sein. Die stoische Denkweise besagt,

dass das Einzige, was an sich gut ist, die Tugend sei … dass Weise allein deshalb glücklich sind, weil sie tugendhaft sind, und selbst auf der Folterbank glücklich sein können; dass sie von allem außer ihrer Tugend, Freunde, Liebe, Emotionen, Ansehen, Reichtum, angenehme Gemütszustände, Leiden, Krankheit, Tod usw., sagen müssen, dass es ihnen nichts bedeutet, wenn sie es verlieren.10

Der stoische Weise erreicht Glück, indem er Verlust, Schmerz oder Leiden als Teil des Lebens akzeptiert, ja sogar als Werkzeuge betrachtet, die einem helfen in der Tugend zu wachsen. Diese Philosophie bietet dem Einzelnen sowohl Kontrolle als auch Motivation: Du kannst entscheiden, ob du Erfolg hast. Du kannst bestimmen, ob du „deinen Geist meisterst und den Widrigkeiten trotzst“.11 Der Stoizismus bietet also ein philosophisches Gerüst für das optimierte Selbst.

3. Der Stoizismus ergänzt den modernen Säkularismus.

Der Stoizismus begegnet Religion mit Gleichgültigkeit. Die ruhige, selbstsichere Haltung des Stoikers, der sich darauf konzentriert, sein bestes Selbst zu sein, unabhängig davon, wer oder was das Universum regiert, erklärt, warum sich so viele Menschen in unserem säkularen Zeitalter zum stoischen Lebensstil hingezogen fühlen.12 Man kann die spirituellen Elemente dieser Philosophie beibehalten, ohne sich den Grenzen einer organisierten Religion zu unterwerfen. Diese Haltung passt zum säkularen Streben nach Sinn und vermittelt die Idee, dass Philosophie Religion ersetzen könne, wie Hafermilch Kuhmilch ersetzt. (Allergisch gegen Religion? Versuch’s mit Epiktetus!)

Die flexible Agnostik des Stoizismus passt perfekt zum modernen Säkularismus. Ein Autor fasst die Anziehungskraft dieser „Best-of-both-worlds“-Haltung so zusammen: „Für mich als nichtreligiösen Menschen ist die Vorstellung einer ökumenischen Philosophie sehr ansprechend, einer Philosophie, die zumindest einige Ziele und Einstellungen mit anderen großen ethischen Traditionen der Welt teilt.“13 Eine besondere Weise, wie der Stoizismus die moderne säkulare Welt ergänzt, liegt in seiner agnostischen Sicht auf das Leben nach dem Tod. Marcus Aurelius formuliert es so: „Die Dinge bestehen entweder aus isolierten Einheiten [Atomen] oder bilden ein untrennbares Ganzes. Wenn dieses Ganze Gott ist, ist alles gut; wenn es aber zielloser Zufall ist, brauchst wenigstens du selbst nicht ziellos zu sein.“14 Diese Agnostik gegenüber dem Leben nach dem Tod zeigt sich besonders deutlich in der stoischen Praxis des memento mori, des Gedenkens an die eigene Sterblichkeit.

Memento Mori und stoischer Selbstmord

In seinen Meditationen schrieb Marcus Aurelius: „Du könntest dieses Leben jeden Augenblick verlassen. Lass das bestimmen, was du tust, sagst und denkst.“15 Diese Drohung des Todes inspirierte Aurelius dazu, ab sofort tugendhaft zu leben und nicht zu warten. Für Stoiker, sowohl die alten als auch die modernen, ist der lateinische Ausdruck memento mori („Gedenke, dass du sterben wirst“) ein Werkzeug, um gut zu leben. Der stoische Weise läuft nicht vor dem Tod davon, sondern geht ihm mit gelassener Akzeptanz entgegen. Doch diese stoische Haltung gegenüber der Sterblichkeit offenbart zugleich ihre Einstellung zum Selbstmord. Wenn der Tod nicht gefürchtet werden soll, weil er ein Teil der Natur ist, kann er nicht nur zum natürlichen Abschluss des Lebens werden, sondern zu einer persönlichen Entscheidung.

Epiktetus berühmte Worte lauten: „Ist Rauch im Haus? Wenn er mich nicht erstickt, bleibe ich drinnen; wenn er zu stark wird, gehe ich hinaus. Erinnere dich immer daran: die Tür steht offen.“16 Wenn das Leben unerträglich wird, wenn das Haus zu verraucht ist, dann darf man, so die stoische Lehre, durch die Tür hinausgehen. Dieses Bild fasst die Haltung anderer Stoiker wie Seneca und Marcus Aurelius zusammen und hat zwei moderne Stoiker dazu inspiriert, die Möglichkeit des Selbstmords zu verteidigen. Diese modernen Stoiker kommen zu dem Schluss:

„Du solltest keinen Selbstmord begehen, solange du noch fähig bist, das zu tun, was Marcus [Aurelius] als die Aufgabe eines Menschen bezeichnete: sinnvolle Beziehungen zu schätzen und zu gestalten, Projekte zu verfolgen, nützliche Dinge zu anderen beizutragen und selbst zu lernen. Solange das der Fall ist … bleibe. Wenn jedoch der Raum für dich zu verraucht wird … dann hast du die Möglichkeit, durch die Tür zu gehen.“17

Sich daran zu erinnern, dass wir sterben werden, ja sogar den Tod zu wählen, ist für Stoiker der Weg, mit einem der furchterregendsten und ungewissesten Aspekte des Lebens umzugehen. Für viele Menschen heute mag dieser Ansatz menschlich, ja sogar befreiend erscheinen. Doch für Augustinus offenbarte er den tödlichen Fehler im gesamten System des Stoizismus.

Augustinus‘ Antwort: Der fatale Fehler des Stoizismus

Augustinus begegnete dem Stoizismus wie jeder anderen großen Philosophie seiner Zeit: Er plünderte sie. In seinem Werk Über die christliche Lehre schreibt er an angehende Prediger: „Alle Aussagen jener, die Philosophen genannt werden …, die sich zufällig als wahr und mit dem [christlichen] Glauben vereinbar erweisen, sollten uns nicht beunruhigen, sondern als unser Eigentum beansprucht werden, sozusagen von Besitzern, die kein Recht darauf haben.“18 Augustinus war überzeugt, dass jede Wahrheit, die der Stoizismus lehrte, eigentlich eine christliche Wahrheit war. Daher können Christen wie die alten Israeliten sein, die das Gold Ägyptens plünderten, um damit die Stiftshütte Jahwes zu errichten.

Doch ebenso wie die Israeliten das Gold schmelzen mussten, bevor sie es für Gottes Haus verwenden konnten, müssen Christen die Wahrheiten, die Ungläubige erkennen, sorgfältig von ihren Irrtümern trennen. Die grundlegenden Probleme einer heidnischen Philosophie offenzulegen, ist daher entscheidend für das erfolgreiche „Plündern“.

Im 19. Buch von Der Gottesstaat identifiziert Augustinus den grundlegenden Fehler des Stoizismus nicht durch äußeren Angriff, sondern indem er dessen innere Widersprüche aufdeckt.19 Er zeigt die Kluft zwischen der stoischen Tugendlehre und der tatsächlichen Lebenspraxis, insbesondere am Beispiel des Selbstmords, den manche Stoiker befürworteten. Um diesen Widerspruch zu verstehen, folgt Augustinus drei Schritten bei seiner Auseinandersetzung mit der stoischen Philosophie.

1. Glück hängt nicht von äußeren Gütern ab.

Augustinus beginnt mit einem gemeinsamen Nenner: Er stimmt mit den Stoikern überein, dass Glück nicht in äußeren Gütern zu finden ist.20 Stoiker glauben, dass, wenn wir unser Glück in Reichtum, Gesundheit oder Besitz suchen, wir bald erkennen, wie unsicher und vergänglich diese Dinge sind. Augustinus beschreibt die vielen Wege, wie das Leben unvorhersehbares Leid bringt: Ein Sturm kann den gesamten Besitz im Mittelmeer versenken, eine Krankheit kann Gesundheit und Kraft rauben, ein feindlicher Überfall kann Haus und Familie zerstören. Die Stoiker seiner Zeit hätten wohl zustimmend genickt: „Genau, Augustinus, all das kann geschehen. Darum dürfen wir unser Glück nicht in Dingen suchen, die das Unglück uns nehmen kann!“

Augustinus‘ Betonung der vielen möglichen Unglücksfälle und Leiden dieses Lebens scheint zunächst die stoische Position zu unterstreichen, dass wir all diese äußeren Güter als gleichgültige Dinge, adiaphora, behandeln sollten. Sie sind nicht wesentlich. Wesentlich ist, würde ein Stoiker sagen, dass wir lernen, unter allen Umständen nach Tugend zu streben. Aber Augustinus geht noch weiter. Was für äußere Güter (Güter des Körpers) gilt, gilt auch für innere Güter (Güter der Seele). Wir sollten unsere Hoffnung nicht auf unsere geistigen Fähigkeiten wie Intelligenz oder Weisheit setzen. Wir könnten taub oder blind oder sogar verrückt werden. „Wer kann sicher sein“, fragt Augustinus, „dass nicht sogar ein Philosoph irgendwann in seinem Leben ein Opfer dieser Dinge wird?“21

Für die Stoiker bedeutet die Vorstellung, dass die äußeren Güter des Lebens gleichgültig sind, dass sie auch die Übel, die sie bedrohen, als gleichgültig betrachten. Nur die Tugend zählt. Das Wesentliche ist die Stabilität der Seele. Wahrscheinlich soll daher Augustinus‘ Aufzählung, nicht nur körperlicher, sondern auch geistiger Übel, die Stoiker verunsichern, die glauben, dass das Praktizieren von Tugend zu Apatheia oder Seelenfrieden führt. Die Stoiker sagen, dass wir das Glück in der Tugend suchen müssen statt in den Gütern dieses Lebens, weil das Praktizieren von Tugend der einzige verlässliche Weg ist, um unter allen Umständen Seelenstärke zu finden. Augustinus‘ Liste potenzieller Übel deutet jedoch darauf hin, dass das Praktizieren von Tugend für das Glück möglicherweise nicht ausreicht

2. Tugend allein ist nicht genug für wahres Glück.

Augustinus nimmt die Stoiker beim Wort und überlegt dann, ob die Ausübung der Tugend, wie sie sie vorschreiben, wirklich zu wahrem Glück führen kann.22 Er stimmt zwar zu, dass die Kardinaltugenden, Tapferkeit, Gerechtigkeit, Mäßigung, Weisheit, einen vielversprechenderen Weg zum Glück bieten als äußere Güter wie Nahrung oder Ruhm, argumentiert jedoch, dass diese Tugenden ebenso anfällig für Übel sind wie äußere Güter. Selbst wenn Tugend ein höheres Gut ist als andere menschliche Güter, gibt es keine Garantie dafür, dass wir weiterhin Tugend praktizieren werden, und daher auch keine Garantie für Glück in diesem Leben

Tatsächlich zeugt die bloße Existenz von Tugendhaftigkeit von der Gebrochenheit der Welt. Wir brauchen Mut, weil es Gefahren gibt. Wir brauchen Gerechtigkeit, weil es Ungerechtigkeit gibt. Wir brauchen Mäßigung, weil es ungezügelte Begierden gibt. Wir brauchen Weisheit, weil das Leben verwirrend und oft dunkel ist. Zu sagen, dass vollkommenes Glück in der Tugendhaftigkeit zu finden ist, bedeutet zu sagen, dass Glück ein ständiger Kampf gegen das Laster ist. Wie kann das wahres Glück sein?

Augustinus kennt die Antwort der Stoiker: Der wahre Weise weiß, dass diese Unglücksfälle oder Übel nicht real sind, sondern nur als Übel wahrgenommen werden – Adiaphora. Aber Augustinus ist nicht überzeugt. Er ruft aus: „Es übersteigt mein Verständnis, wie die Stoiker kühn behaupten können, dass solche Übel keine wirklichen Übel sind, während sie gleichzeitig zulassen, dass ein Philosoph, wenn er über seine Verpflichtung hinaus davon geprüft wird, möglicherweise keine andere Wahl hat, als den einfachen Ausweg zu wählen und Selbstmord zu begehen.“23 Erinnern wir uns an Epiktetus Analogie des verrauchten Hauses. Wir können in dem Haus, diesem Leben, bleiben, solange wir es ertragen können, und dabei Mut beweisen. Wenn es uns zu viel wird, steht uns immer noch der Weg des Selbstmords offen. Für Augustinus besteht das Problem nicht darin, dass die Stoiker die Tugend schätzen, sondern dass sie überschätzen, was sie erreichen kann. Wenn die Tugend der verlässliche Weg zum Glück ist, warum endet dieser Weg dann manchmal nicht in Resilienz , sondern in Verzweiflung?

Unter den stoischen Schriften, die wir heute noch haben, spricht sich Seneca am häufigsten für Selbstmord aus.24 In Brief 77 erzählt er die Geschichte von Tullius Marcellinus, der sich angesichts einer chronischen, aber heilbaren Krankheit entschied, seinem Leben ein Ende zu setzen. Wie Seneca berichtet, gaben viele Freunde Marcellinus verschiedene Gründe zum Leben oder Sterben. Aber schließlich trat ein stoischer Freund hervor und gab ihm den inspirierendsten Rat: „Quäle dich nicht, als würdest du über eine große Sache nachdenken. Leben ist keine große Sache; alle deine … Tiere tun es. Ehrenhaft, umsichtig und mutig zu sterben, das ist großartig.“25 Diese Worte überzeugen Marcellinus, und er entscheidet sich für den Tod. Seneca stellt den Selbstmord seines Freundes nicht als Tragödie dar, sondern als ein Beispiel, das man bewundern und nachahmen sollte. Das Leben ist nicht an seiner Länge zu messen, sondern an seiner Qualität und wenn die Qualität nachlässt, können die Weisen sich dafür entscheiden, aus dem Leben zu scheiden.26

Für Augustinus offenbart der stoische Selbstmord die unüberwindbare Inkongruenz im Kern ihrer Philosophie. Wenn Tugend allein für das Glück ausreichen würde, könnte kein äußeres Leiden, wie groß es auch sein mag, den Selbstmord rechtfertigen. Der Weise würde durchhalten und Freude in der täglichen Ausübung der Tugend finden. Stoische Weise, die den Selbstmord befürworten, bekennen sich zu etwas anderem. Augustinus identifiziert das Dilemma, das der Selbstmord offenbart: „Was für ein glückliches Leben, das die Hilfe des Todes sucht, um es zu beenden! Wenn ein solches Leben glücklich ist, dann soll der Weise darin verbleiben; aber wenn diese Übel ihn daraus vertreiben, in welchem Sinne ist es dann glücklich?“27 Seine Frage stellt zwei unausweichliche Optionen dar: Wenn die stoische Philosophie behauptet, dass wahres Glück durch Tugend erreichbar ist, wie könnte dann ein tugendhafter Mensch jemals so unglücklich werden, dass er seinem Leben ein Ende setzt? Wenn aber die Probleme des Lebens wirklich einen Punkt erreichen können, der Selbstmord rechtfertigt, wie könnten wir dann jemals sagen, dass das tugendhafte Leben wirklich glücklich ist?

Für Augustinus offenbart dieser innere Widerspruch das Fehlen einer Eschatologie, die als Grundlage für Hoffnung im Leiden dienen kann. Man kann die Zähne zusammenbeißen und das Leiden ertragen, weil man glaubt, dass es einen stärker macht. Aber wenn das Leiden zu groß wird, sagt der Stoiker, sollte man aufgeben. Ohne eine klare Hoffnung über den Tod hinaus können die Stoiker keine Hoffnung für das tiefste Leiden im Leben bieten.

3. Wahres Glück findet sich im ewigen Leben.

Augustinus verweist auf die Hoffnung, die Christen auf das kommende Leben haben, als etwas, das die Stoiker nicht bieten können, aber letztendlich wollen. Das ewige Leben, das höchste Gut, ist der Ort, an dem wahres Glück zu finden ist. Und darauf sollen uns die wahren Tugenden vorbereiten. Tugend ist nicht das Ziel, sondern ein Mittel, um zum wahren Glück zu gelangen.

Auch wenn Marcus Aurelius und Ryan Holiday vielleicht Recht haben, dass „das Hindernis der Weg“ ist, um in der Tugend voranzukommen,28 so irren sie sich doch, wenn sie glauben, dass Fortschritte in der Tugend zu wahrem Glück in diesem Leben führen. Tugend macht letztendlich nicht glücklich, weil Tugend nicht das höchste Gut ist und ultimatives Glück in diesem irdischen Leben nicht möglich ist.

Augustinus geht noch weiter und sagt, dass Christen und Stoiker zwar beide das Gute der Tugend schätzen, es aber einen grundlegenden Unterschied in ihrer Sichtweise der Tugend gibt. Für den Stoiker liegt die Quelle der Tugend in einem selbst. Für den Christen ist Tugend eine Gabe Gottes, die wir verwalten. Tatsächlich betont Augustinus, dass Stoiker und andere Heiden zwar vergleichbare Tugendhaftigkeit haben können, die Kardinaltugenden jedoch nur durch Gottes Gaben des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zu wahren oder echten Tugenden werden. So „können die Kardinaltugenden den Weisen zwar auf den Weg zum Glück führen, aber sie brauchen die theologischen Tugenden, um ihr Ziel zu erreichen.“29

Augustinus argumentiert also, dass die stoische Tugendlehre nicht ausreicht, um wahres Glück zu sichern. Er stellt die Schlussfolgerung in Frage, dass der Weise, der die Kardinaltugenden perfektioniert hat, trotz seiner äußeren Umstände glücklich sein wird. Er besteht darauf, dass der Weise nicht glücklich sein wird, weil wahres Glück nur im ewigen Leben zu finden ist.30

Aber was ist mit diesem Leben, fragen Sie sich vielleicht? Kann ein Christ in diesem Leben glücklich sein? Augustinus konzentriert sich auf die Tugend der Hoffnung als Mittel zum Glück in diesem Leben. Er zitiert Paulus aus Römer 8:24–25: „In dieser Hoffnung sind wir gerettet worden. Nun ist Hoffnung, die man sieht, keine Hoffnung. Denn wer hofft auf das, was er sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.“ Christen, so argumentiert Augustinus, können „durch die Hoffnung auf den Himmel sowohl glücklich als auch sicher gemacht werden“.31 Unser endgültiges, vollkommenes Glück wird im ewigen Leben kommen. Aber auch in diesem Leben können wir glücklich sein in der Hoffnung, die wir durch die von Christus gesicherte Verheißung der Erlösung und die gegenwärtige Gemeinschaft mit ihm haben.

Wahre Tugend: Gabe und Ziel

Die stoische Tugend beruht letztlich auf Selbstgenügsamkeit, darauf, dass der Mensch die Fäden seines Lebens selbst in der Hand hält. Doch diese Selbstgenügsamkeit wird am Ende zur Erstickung. Wir brauchen die Genügsamkeit eines Anderen, um wahre Hoffnung zu haben. Wir müssen Christus sagen hören: „Meine Gnade genügt dir“ (2. Korinther 12:9).

In einer Predigt über Paulus’ Rede auf dem Areopag in Apostelgeschichte 17 bietet Augustinus seinen stoischen Zeitgenossen etwas Besseres als Selbstgenügsamkeit durch Tugend: „Die Tugend erfreut dich. Es ist gut, dass sie dich erfreut. Aber du kannst dir kein Getränk der Tugend selbst einschenken. Du bist durstig … [lass mich dir] die Quelle des Lebens zeigen (Psalm 36:9) … [Erkenne] Christus als den sprudelnden Strom; trinke dich satt an Tugend [aus ihm].“32 Wahre Tugend ist ein Geschenk, keine Errungenschaft; eine Frucht des Geistes, nicht der Triumph des eigenen Willens. Und das Ziel dieser Tugend ist nicht bloß Gelassenheit oder Selbstbeherrschung, sondern das Erkennen Gottes selbst, das ewige Leben, in dem unsere Freude vollkommen sein wird und wir unser letztes Glück erreichen.

Christen üben Tugend nicht als eine düstere Pflicht, sondern als fröhliche Vorbereitung auf die Belohnung des ewigen Lebens. Eine solche Tugend schult die Seele nicht nur zum Ausharren, sondern zur Sehnsucht nach dem Einen, in dessen Gegenwart Fülle der Freude ist (Psalm 16:11). Tugend zu üben bedeutet, für tiefere Freude zu kämpfen, ein Vorgeschmack auf die Sättigung, die eines Tages unsere Herzen für immer erfüllen wird. Darum halten wir fest, mit Mut, Mäßigung, Gerechtigkeit und Weisheit, verwandelt durch Glaube, Hoffnung und Liebe. Wir tun dies nicht, weil wir auf uns selbst vertrauen, sondern weil wir auf Christus vertrauen, der verheißen hat, dass unsere Freude vollkommen sein wird, zu seiner höchsten Ehre (Johannes 15:11).


Fußnoten:

  1. C. Kavin Rowe bemerkt: „Der Stoizismus ist schon lange ein ausdrücklicher und sogar enger Gesprächspartner für christliche Denker und Heilige und bietet daher einen stärkeren Anreiz, über die letzten Unterschiede nachzudenken, die sie voneinander trennen. Man denke nur an die Rezeption von Senecas Werken unter Christen: Nicht nur erfand jemand eine Sammlung von Briefwechseln zwischen Paulus und Seneca, Tertullian ging sogar so weit, Seneca als saepe noster – ‚häufig unser‘ – zu bezeichnen. Nur ein Jahrhundert später ging Hieronymus noch weiter. Seneca, sagte Hieronymus, war schlicht noster – ‚unser‘ – und verdiente sich damit seinen Platz in einem Werk über berühmte Männer. Obwohl er nicht ohne scharfe Kritik ist, zitiert auch Augustinus in seinem monumentalen Werk Der Gottesstaat zustimmend Passagen aus Senecas verlorenem Werk Über den Aberglauben. Im Mittelalter machte Dante ihn zum Ethiker im Palast der tugendhaften Heiden. Boccaccio, Petrarca, Erasmus und andere wandten sich aus verschiedenen Gründen Seneca zu. Selbst unter den Reformatoren, die dazu neigten, die unverfälschte Botschaft der Bibel zu betonen, gab es Bewunderung; so schrieb etwa der junge Johannes Calvin einen Kommentar zu Senecas Über die Milde. Und die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.“
    (Vgl. C. Kavin Rowe, One True Life: The Stoics and Early Christians as Rival Traditions, Yale University Press, 2016, S. 3–4.) ↩︎
  2. Epiktetus, Enchiridion 5. ↩︎
  3. Epiktetus, Enchiridion 8. ↩︎
  4. David Fideler, Breakfast with Seneca: A Stoic Guide to the Art of Living, W. W. Norton & Company, 2022, S. 3. ↩︎
  5. Ryan Holiday und Stephen Hanselman, The Daily Stoic: 366 Meditations on Wisdom, Perseverance, and the Art of Living, Penguin, 2016, S. 4. ↩︎
  6. Mit „Hustle Culture“ meine ich mehr als ein Leben, das von treuer, harter Arbeit geprägt ist. Es handelt sich vielmehr um eine Ideologie, die auf unablässige Selbstverbesserung fixiert ist und ein zukünftiges Selbstbild vergötzt. Vgl. etwa Cory Brock und Andrew Kelley, „How Comfort Culture and Hustle Ideology Fill the Meaning Gap“, The Gospel Coalition, 14. Dezember 2022,https://www.thegospelcoalition.org/article/comfort-culture-hustle-ideology/. ↩︎
  7. Seneca, Brief 13 an Lucilius. Vgl. Lucius Annaeus Seneca, Ad Lucilium Epistulae Morales (Epistles 1–65), Übers. Richard M. Gummere, Harvard University Press, 2006, S. 75. ↩︎
  8. Vgl. Greg Bishop, „How a Book on Stoicism Became Wildly Popular at Every Level of the NFL“, Sports Illustrated, 7. Dezember 2015,https://www.si.com/nfl/2015/12/08/ryan-holiday-nfl-Stoicism-book-pete-carroll-bill-belichick. ↩︎
  9. Jordan Petersons Anziehungskraft auf junge Männer überschneidet sich mit der stoischen Philosophie insofern, als beide die Tugend als Weg zur Sinnfindung im Leben empfehlen. ↩︎
  10. Lawrence C. Becker, A New Stoicism, überarbeitete Ausgabe, Princeton University Press, 2017, S. 8. ↩︎
  11. Untertitel zu David Goggins’ Bestseller Can’t Hurt Me: Master Your Mind and Defy the Odds, Lioncrest, 2020. ↩︎
  12. Um die Sprache von Charles Taylor aus Ein säkulares Zeitalter zu übernehmen: Der Stoizismus fügt sich nahtlos in ein säkulares „immanentes Rahmenwerk“ ein, dass das Transzendente leugnet. Vgl. Charles Taylor, A Secular Age, Harvard University Press, 2007. ↩︎
  13. Massimo Pigliucci, „How to Be a Stoic“, New York Times, 2. Februar 2015,https://archive.nytimes.com/opinionator.blogs.nytimes.com/2015/02/02/how-to-be-a-stoic/. ↩︎
  14. Marcus Aurelius, Selbstbetrachtungen 9.28. Vgl. The Meditations, Übers. G.M.A. Grube, Hackett, 1983. ↩︎
  15. Meditations 2.11. ↩︎
  16. Epiktetus, Unterredungen 1.25.17–18. Pierre Hadot weist darauf hin, dass Marcus Aurelius das Rauch-Motiv von Epiktetus übernimmt. Vgl. Pierre Hadot, The Inner Citadel: The Meditations of Marcus Aurelius, Übers. Michael Chase, Harvard University Press, 2001, S. 67. ↩︎
  17. Massimo Pigliucci und Skye Cleary, „Should I Kill Myself or Have a Cup of Coffee? The Stoics and Existentialists Agree on the Answer“, IAI TV — Changing how the world thinks, 8. November 2017, https://iai.tv/articles/should-i-kill-myself-or-have-a-cup-of-coffee-the-Stoics-and-existentialists-agree-on-the-answer-auid-924, abgerufen am 3.4.2024. ↩︎
  18. Augustinus, De doctrina Christiana 2.40.60–61. Vgl. Augustinus, Teaching Christianity, hrsg. John E. Rotelle, Übers. Edmund Hill, New City, 1996, S. 170–171. ↩︎
  19. Vgl. das Argument von Gerald P. Boersma in „Augustine’s Immanent Critique of Stoicism“, Scottish Journal of Theology 70, Nr. 2 (Mai 2017): 184–197. ↩︎
  20. Wie Augustinus in seiner Auseinandersetzung mit Varro in Der Gottesstaat 19.1–3 anerkennt, gibt es auch andere Philosophien, die dies glauben. Tatsächlich zeigt Boersma in 19.4, dass Augustinus zwischen den Peripatetikern und den Stoikern in dieser Frage vermittelt. ↩︎
  21. Augustinus, De civitate Dei 19.4. Vgl. Augustinus, City of God, gekürzte Ausgabe, hrsg. Vernon J. Bourke, Image, 1958, S. 430. ↩︎
  22. Der Stoizismus, wie andere antike Philosophien, lehrt, dass wahres Glück eudaimonia ist – ein stabiles, dauerhaftes, tiefes Gefühl der Zufriedenheit. Sie sagen, Tugend zu praktizieren verschaffe uns nicht nur das höchste Gut, sondern sei in der Tat das höchste Gut – das summum bonum. ↩︎
  23. Augustinus, De civitate Dei 19.4. ↩︎
  24. James Romm kommentiert Senecas Reflexionen über den Tod: „Seneca übernahm dieses stoische System von seinen griechischen Vorgängern und römischen Lehrern, verlieh jedoch seinen Lehren über Todesarten und insbesondere über den Selbstmord neue Bedeutung.“ Vgl. „Einleitung“ in Seneca, How to Die: An Ancient Guide to the End of Life, hrsg. und übers. James Romm, Princeton University Press, 2018, S. XV. ↩︎
  25. Seneca, Brief 77,5. Zitiert in Romm, How to Die, S. 39. ↩︎
  26. Die gleiche Logik in Senecas Erzählung findet sich im Film Ein ganzes halbes Jahr (2016). Der Protagonist Will Traynor, ein wohlhabender junger Mann, der nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist, entscheidet sich trotz der Zuneigung seiner Pflegerin Louisa für den ärztlich assistierten Suizid. Sein Argument ähnelt dem von Marcellinus: Ein Leben in seinem Zustand sei nicht lebenswert; der Tod durch eigene Entscheidung verleihe Würde. Stoische Ansichten über den Tod finden in einer modernen Gesellschaft Anklang, die zunehmend überzeugt ist, dass Selbsttötung ein Weg zur Selbstbefreiung sei – der ultimative Akt der Freiheit. ↩︎
  27. Augustinus, De civitate Dei 19.4. Vgl. Augustinus, The City of God Against the Pagans, hrsg. und übers. R.W. Dyson, Cambridge University Press, 1998, S. 922. ↩︎
  28. Dies ist das zentrale Argument in Holidays Buch The Obstacle Is the Way (Profile, 2015), das auf einer grundlegenden Einsicht aus den Selbstbetrachtungen des Marcus Aurelius beruht. ↩︎
  29. Boersma, „Augustine’s Immanent Critique of Stoicism“, S. 196. ↩︎
  30. Senecas Sicht auf das Nachleben der Tugend ist uneindeutig. In Brief 71,16 präsentiert er zwei Möglichkeiten für einen tugendhaften Menschen nach dem Tod: das Erreichen völliger Ruhe ohne die unerwünschten Elemente des leiblichen Lebens oder die Auflösung in das Universum als bloße Materie. Vgl. Joseph Clairs einleitendes Kapitel in Discerning the Good in the Letters & Sermons of Augustine, Oxford University Press, 2016. ↩︎
  31. Augustinus, De civitate Dei 19.4. ↩︎
  32. Augustinus, Sermo 150.9. Vgl. Augustinus, Sermons (148–183) on the New Testament, hrsg. John E. Rotelle, Übers. Edmund Hill, New City, 1993. ↩︎

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Desiring God. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung. Übersetzt von Ronny Käthler.
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